
Häufig werde ich gefragt, warum ich zu schreiben begann. Es ist so einfach wie kompliziert.
Hey Du! Willkommen auf dem Blog des Schriftstellers Marcus Paudler. Ich begann zu schreiben, um meine Gedanken und Erfahrungen festzuhalten. Dies wurde zur Routine und so entstand ein Büchlein. Irgendwann verschwand dieses Buch in einer Schublade und geriet in Vergessenheit. Viele Jahre später fiel es mir wieder in die Hände und ich war erstaunt, wie viel ich von dem vergessen oder verdrängt hatte, was ich da las. Es wuchs der Wunsch, diese Erfahrungen zu teilen. Anderen Menschen zu zeigen, dass sie mit ihren Ängsten und Sorgen nicht allein sind.
Schreiben ermöglicht mir, meine Erlebnisse zu reflektieren. Ich hoffe, Inspiration zu bieten, Diskussionen anzuregen und einen Raum zu schaffen, in dem verschiedene Ideen und Meinungen willkommen sind. Welche Themen beschäftigen mich? An welchen Projekten arbeite ich? Was war eigentlich so kompliziert? All das und vieles mehr erfährst Du hier! Einmal pro Woche werde ich einen Blogbeitrag schreiben. So mein Plan!
22.03.2026
Ich möchte dich in dem heutigen Beitrag mit hinter meine Kulissen nehmen. Wie ist das mit dem Schreiben? Was hält mich vom Schreiben ab? Und um Gottes Willen, was hat es mit dem Zeitfresser Social – Media auf sich? Oder mal eine ganz andere Frage: Was wäre das für eine Welt – ohne Strom?
Ach ja, am Ende gibt es wieder eine Audio zum Anhören. 😊
So einige denken: das bisschen Schreiben kann doch jeder. Jeder kann doch ein Buch veröffentlichen.

Aber das Schreiben ist nur ein kleiner Bruchteil, was einen Autoren ausmacht. Natürlich ist es abhängig davon, ob du deine Bücher im Eigenverlag veröffentlichst oder ob du mit einem Verlag zusammen arbeitest. Meine Bücher habe ich bisher im Eigenverlag veröffentlicht. Das bedeutet nochmal ganz andere Arbeit wie mit einem Verlag. Ich habe keine Unterstützung und mache alles selbst.
Das bedeutet: Absolute Disziplin!
Zugegeben, die habe ich nicht immer. Es gibt Zeiten, da fällt es mir leichter und es gibt jene, da ist es schwieriger. So ist es auch mit der Motivation. Was natürlich auch dazukommt, sind die Lebensumstände. Wenn ich viele offene Baustellen habe, fällt es mir schwerer kreativ zu sein oder es dauert länger bis ich mich motivieren kann. Klar, wäre es dann auch schöner, wenn man einfach eine Serie auf Netflix anschaut. Aber das bringt einen nicht weiter. Da ist keiner, der mir die Arbeit abnimmt, wenn ich beschieße eine Serie anzuschauen. Die Arbeit bleibt buchstäblich liegen. Ergo, ich muss aufarbeiten.
Wie schon erwähnt ist das Schreiben nur ein Bruchteil. Selbst wenn wir die Arbeiten nach dem Lektorat beiseite schieben. Das Erstellen eines Covers ebenso. Ach ja, den Buchsatz schieben wir auch auf Seite.
Sprechen wir heute über den Zeitfresser Social – Media
Das Buch kann noch so toll geschrieben sein, mit einen interessanten Thema. Das alles bringt nichts, wenn das Marketing nicht stimmt. Wenn das Buch zu wenig Aufmerksamkeit bekommt.
Ich habe die letzten 5 Jahre einiges lernen dürfen in diesem Bereich. Ich habe das nie gelernt und ich habe mir früher auch nicht wirklich große Gedanken darüber gemacht. Seit ich meine Bücher auf Sozial – Media präsentiere, ist das anders. Ich habe Gelernt, Bilder zu gestalten. Themen ins richtige Licht zu rücken. Videos zu gestalten. Audios aufzunehmen und vieles mehr. Unzählige Tutorials hab ich mir angeschaut, damit ich mit manchen Dingen umgehen konnte. Das war harte Arbeit. Zugeflogen ist mir das keineswegs. Schön wäre es natürlich gewesen, wenn ich mich von Anfang an mit manchen Ausgekannt hätte, dann hätte ich natürlich manches anders gemacht. Aber so ist das mit dem lernen.
Wir alle kennen das Gefühl, das die Zeit immer schnellebiger wird. Liegt es am Pensum, welches wir zu bewältigen haben? Oder liegt es am Älter werden, dass man so denkt? Das einem die Zeit buchstäblich durch die Finger gleitet.
Du weißt ja, mein Schriftstellerleben läuft neben einem Vollzeitjob. Die wenigsten Autoren sind hauptberuflich tätig. Viele haben diese Leidenschaft neben einem Job. Also bleibt weniger Zeit zum Schreiben. Weniger Zeit um kreativ zu sein. Vielleicht fühlt sich Social – Media deshalb oft nach harter Arbeit an.
Wenn ich schreibe, dann begebe ich mich in eine ganz andere Welt. Alles wird langsamer. Alles wird intensiver. Meine Gedanken, meine Fantasie. Ich blende diese schnellebige Zeit komplett aus. In dieser Zeit, gibt es nur mich und meine Geschichte, die ich dir erzählen möchte.
Nach dem Schreiben, trifft mich die Realität nicht selten wie ein Vorschlaghammer. Alles muss wieder schnell gehen und manchmal habe ich ich den Eindruck, ich renne der Zeit hinterher. Kennst du das Gefühl?
Ach ja, da war ja noch was. Social – Media. Auch hier hat man das Gefühl, das alles schneller und von kurzer Lebensdauer ist. Wir scrollen uns durchs Leben. Über dieses Thema hatte ich schon einen Blogbeitrag gemacht. „Erkennst du die Wahrheit“ vom 02.06.2025. Ich habe nicht selten das Gefühl, da nicht mehr hinterherzukommen.
Wann ist die richtige Zeit zum posten? Was musst du beachten? Ist er Algorithmus mit mir oder gegen mich. Habe ich alles beachtet das mein Beitrag gesehen wird. Haben ich den richtigen Catcher, das die Leute Interesse haben? Was sind eigentlich die Trends? Was hat sich geändert?
Heute früh habe ich im Internet gestöbert um zu schauen, was im Augenblick die Besten Zeiten für ein Posting sind. Gefühlt schreibt jede Seite etwas anders und es hat sich doch einiges verschoben von den Zeiten, als ich das letzte Mal geschaut hatte. All diese Recherchen kosten Zeit. Zeit, die mir natürlich beim Schreiben fehlt.
Was ist der perfekte Post?
Ein Feed, ein Reel oder reicht eine Story?
Jetzt, braucht es aber noch ein Thema. Gut, das Thema habe ich nun. Nehmen wir als Beispiel, meinen Post über das Schreiben von meinem Krimi.
Es geht weiter. Mache ich über das Thema ein Reel? Oder doch ein Feed. Nehme ich ein Video auf? Was wäre das Beste? Ich scrolle durch Canva. Versuche mich inspirieren zu lassen. Schaue mir Vorlagen an. Ich habe etwas gefunden was mir zusagt. Aber wird es meinen Lesern auch gefallen? Werden sie sich das anschauen? I don`t know! Aber was ich weiss, ich lasse mich von meinem Gefühl leiten und entscheide mich für ein Feed.
Zu meiner großen Überraschung sehe ich, dass es auf Canva neue Formate für Feeds gibt! Das macht mich stutzig, war ich doch so in meiner Bubble gefangen, dass mir das eine Zeitlang nicht aufgefallen war. Ich google es und finde heraus, dass Bilder in 4:5 mehr Reichweite bekommen. Ergo, stelle ich meine persönlichen Vorlagen um.
Dann beginne ich mit der Gestaltung. Ich hatte mich für 3 Bilder zum scrollen entschieden und fange an sie zu gestalten. Nachdem ich überzeugt davon war und nach etlichen malen des ändern bin ich fertig. Ich stelle fest wie viel Zeit vergangen war und was hatte ich an diesem Tag nicht gemacht? Wozu kam ich nicht? Richtig! Zum Schreiben.
Ich finde das oft sehr ermüdend und das war nur ein Beitrag von vielen. Es braucht ja aber auch Abwechslung und wie schnell ist so ein Beitrag oder Reel in der Versenkung verschwunden und es schaut sich keiner mehr an? Fehlende Interaktion oder falsches Thema das keiner sehen oder hören will.
Social – Media kostet mich so viel Zeit und irgendwie hat das früher mehr Spaß gemacht. Da hat man einfach Bilder gemacht, einen kurzen Text dazugeschrieben und fertig. Heute muss gebastelt werden und es braucht einen Aufhänger in den ersten 3 Sekunden sonst wird weitergescrollt. Wie siehst du das? Ist das nicht frustrierend?
Ich versuche vieles noch ohne KI zu gestalten. Aber das kostet eben Zeit und Nerven. Halte ich da an etwas fest, was vom Aussterben bedroht ist? Manchmal denke ich, ich bin in solchen Momenten ein Dinosaurier. Dieses Thema bereitet mir echt Kopfzerbrechen.
Es ändert sich alles immer schneller. Was heute angesagt ist, ist morgen wieder out. Manchmal schafft man es eben aufzuspringen und manchmal nicht. Wir scrollen uns durchs Leben. Das trifft es wirklich auf den Punkt. Es wird inzwischen immer weniger interagiert, sondern nur noch wegewischt und gescrollt.
Manchmal frage ich mich: Wo soll das alles noch hinführen? Oder kommt wirklich mal ein großer Knall und wir fangen wieder von vorne an? Was wäre die Welt ohne Strom? Gute Frage, oder? Hast du dir darüber jemals Gedanken gemacht? Eine Welt ohne Strom würde im wahrsten Sinne zusammenbrechen.
Manchmal frage ich mich: Wo soll das alles noch hinführen? Oder kommt wirklich mal ein großer Knall und wir fangen wieder von vorne an? Was wäre die Welt ohne Strom? Gute Frage, oder? Hast du dir darüber jemals Gedanken gemacht? Eine Welt ohne Strom würde im wahrsten Sinne zusammenbrechen.
Alles hängt an diesem seidenen Faden.
Ohne Strom gäbe es kein Internet! Kein Social – Media! Keine E-Books! Keine Hörbücher. Keine Podcasts. Kein Blog! Kein scrollen durchs Leben! Was übrigbleibt ist das gedruckte Buch. Aber nur solange der Vorrat reicht!
Wir haben uns abhängig gemacht mit allem was wir tun. Ohne Strom würde das Leben nicht mehr funktionieren. Zumindest nicht so wie wir es kennen. Nicht so wie wir es uns aufgebaut haben. Wie würde dein Leben ohne Strom aussehen?
Danke, dass du meine Zeilen bis zum Ende gelesen hast. Schön, dass du hier bist. 😊
Bis zum nächsten Mal
Dein Marcus
(Ps: Wenn dir meine Gedanken gefallen und du keine verpassen möchtest, dann schick mir gern eine eine Mail an info@marcuspaudler.de und du erhältst von mir eine Benachrichtigung, wenn ein neuer Artikel erscheint. Natürlich freue ich mich sehr, wenn du mich unterstützt und meine Beiträge teilst und mich weiter empfiehlst.)




08.03.2026
Heute gibt es wieder ein Interview und ich freue mich sehr, dass sich Tino von Bücherversum die Zeit genommen hat um mir einige Fragen zu beantworten. Er ist der Gründer von Bücherversum, wo sich alles um Autoren, Leser und ihre Bücher dreht.
Im Anschluss findest du einige Links, die dich zu Bücherversum führen. Schau gern mal rein und mache dir selbst ein Bild. Ich möchte nun nicht lange um den heißen Brei herumreden, sondern übergebe das Wort an Tino.
Achja, am Ende gibt es wieder eine Audio zum anhören. 😊
Wer bist du?
Mein Name ist Tino Dietrich, ich bin freiberuflicher Schriftsteller und Blogger aus dem Norden Deutschlands. Neben dem Schreiben von fiktiven Geschichten und Textarbeiten für Kunden betreibe ich ein paar Websites und Blogs für groß und klein. Besonders am Herzen liegt mir dabei das Bücherversum, mein Buchblog.

Was hat dich zu Bücherversum inspiriert?
Einfach gesagt: Bücher und ihre Autoren.
Ich finde, jedes Buch ist es wert gelesen zu werden. Ob es den Lesenden letztlich gefällt, bleibt eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Zudem bin ich es leid, dass so viele „Marketingexperten“ ihren Kunden das Blaue vom Himmel versprechen, sich dafür stattlich entlohnen lassen und am Ende kaum etwas Positives erfolgt ist.
Ich lege großen Wert auf Transparenz und Authentizität. Ich möchte den Autoren nichts versprechen, dass ich nicht halten kann. Ehrlichkeit zahlt sich meiner Lebenseinstellung nach kurz- und auch langfristig aus.
Bücherversum ist und bleibt mein Herzensprojekt. Ich habe die Pforten zum Bücherversum geöffnet, um den Autorinnen und Autoren eine einfache und günstige Möglichkeit zu bieten, mehr Aufmerksamkeit und Reichweite zu erlangen. Mein Wissen über Suchmaschinenmarketing und Suchmaschinenoptimierung ist hierbei von großem Vorteil. Da ich selbst im Selfpublishing tätig bin, weiß ich, wie zeitintensiv eine gute Werbekampagne sein kann. Und Zeit ist für alle Schreibenden ein wertvolles Gut.
Was wünschst du dir für Bücherversum?
Für das Bücherversum wünsche ich mir ein sehr langes Dasein, dass es im Grunde so erfolgreich weiterläuft wie bisher. Besonders für die Autoren.
Was möchtest du mit Bücherversum erreichen?
Am schönsten wäre es, wenn alle Autorinnen und Autoren die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Ich übernehme dabei lediglich die Funktion eines Sprungbretts, das die Autoren in einen großen Teich gefüllt mit Lesenden und Buchinteressierten springen lässt, wenn sie es wollen.
Arbeitest du alleine oder hast du Unterstützung?
Ich arbeite komplett allein. Bücherversum und das Autorenleben liegen dabei im Fokus. Mentale Unterstützung und Rückhalt erhalte ich von meiner Familie.
Was ist das Besondere an Bücherversum?
Schwierige Frage. Im Grunde ist das Besondere am Bücherversum, dass dahinter ein echter und authentischer Mensch steht, der mit Liebe zu den Büchern seine tägliche Arbeit, für die kreativen Schöpfer und den faszinierten Konsumenten, vollbringt. Zudem gibt es die freien Wahlmöglichkeiten der kostenlosen oder kostenpflichtigen Buchvorstellungen oder meinen Impressumsdienst zu buchen. Vielleicht ist auch mein beruflicher Werdegang für manche Autoren interessant. Vor etlichen Jahren war ich bei einem bekannten Suchmaschinenriesen in den Bereichen SEO/SEM, also Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing tätig. Diese Expertise ist Gold wert.
Warum ist Bücherversum für Autoren interessant?
Autoren haben bei mir verschiedene Möglichkeiten, ihre Werke oder sich selbst zu präsentieren. Eine enorme Reichweite erzielt der Premium-Eintrag mit vielen nützlichen Vorteilen und, was mir persönlich sehr wichtig ist, zu einem fairen Preis.
Wer sein Geld zusammenhalten muss, kann eine kostenlose Buchvorstellung einreichen – wesentlich geringere Reichweite aber dennoch nicht zu unterschätzen. Einen Impressumsdienst biete ich ebenfalls an, als günstige Flatrate für Autorinnen und Autoren.
Auf der Website www.buecherversum.de findet man viele weitere Informationen zu den möglichen Optionen
Ich kann zugegebenermaßen nicht für jedes Buch eine Erfolgsgarantie aussprechen, dennoch kann ich monatlich sogenannte „stille Interaktionen“, wie Buchkäufe der Leserinnen und Leser oder reges Folgen von Links der Buchtitel und Autoren, verzeichnen. Die Zugriffszahlen variieren, das ist normal. Je nach Jahreszeit, Genre und Interesse schwanken diese Zahlen.
Warum sollten Leser Bücherversum durchstöbern?
Leserinnen und Leser können nahezu täglich neue Buchtitel und Autoren entdecken. Da in den meisten sozialen Medien nur Premium-Einträge vorgestellt werden, ist es ratsam, regelmäßig auf der Website www.buecherversum.de vorbeizuschauen.
Wer den kostenlosen Newsletter abonniert, bekommt jeden Monat alle aktuellen Buchvorstellungen automatisch an sein E-Mail-Postfach gesendet.
Die Genres sind immer eine bunte Mischung. Da ist garantiert für jeden etwas mit dabei.
Du hast einen Blog. Worüber schreibst du?
Den meiner Autorenseite und den von Bücherversum betreibe ich aktiv. Die habe ich im Januar 2026 auf meiner Steady-Seite (https://steady.page/de/tinodietrich/about) zusammengelegt. Dort schreibe ich über mein Autorenleben, den aktuellen Schreibprojekten und Fortschritten, eine Prise aus dem Privatleben und führe dort auch öffentlich meine private Leseliste. Einige Inhalte sind nur mit einer kostengünstigen Mitgliedschaft verfügbar. Das können u. a. Kurzgeschichten, Mini-Lesungen, Audio-/Video-Inhalte oder auch mal gratis Ausgaben meiner Bücher/E-Books sein. Das Bücherversum ist mit integriert. Unter anderem veröffentliche ich dort jeden Monat einen öffentlichen Beitrag mit den neuesten Buchvorstellungen der Autoren.
Eine Mitgliedschaft ist keine Pflicht. Wer aber von besonderen als auch exklusiven Inhalten profitieren und meine Projekte zeitgleich mit einem kleinen Beitrag – der zu 100 % in die Schreibprojekte fließt – unterstützen möchte, dem möchte ich meinen herzlichsten Dank aussprechen.
Du bist selbst verlagsunabhängiger Autor. In welchem Genre bist du zu Hause?
Ehrlich gesagt, in keinem. Seit 2012 habe ich als Ghostwriter und unter diversen geschlossenen Pseudonymen bereits in vielen Genres geschrieben. Bisher fühlte ich mich keinem festen Genre verbunden. Ich mag sie irgendwie alle.
Am liebsten schreibe ich meine Romane und Kurzgeschichten einfach nieder und mache mir erst im Nachhinein Gedanken über die Zuordnung einer Buchkategorie. Das gelingt nicht bei jedem Projekt. Belletristik passt aber eigentlich immer, als Oberbegriff.
Zuletzt habe ich eine Liebesroman-Reihe veröffentlicht, bei der ich mich mit dem Thema Angststörung und Depression auch aus eigener Erfahrung, auseinandergesetzt habe. Die Mila und Paul-Reihe besteht aus insgesamt vier Bänden und spielt in Hamburg, Sachsen, in der Gegend um Großenhain als auch Meißen, und an der Ostsee, in der schönen Lübecker Bucht von Travemünde bis Timmendorf. Diese Liebesromane sind von den typischen Klischees der überfluteten Liebesromanwelt befreit.
Einige Leser behaupten sogar, dass man beim Lesen meiner Romanreihe die Seele baumeln lassen und ab und an auch mal lachen kann.
Das alles beginnt mit dem ersten Band: Mila und Paul: Sonne im Leben.
Was sind deine nächsten Projekte?
Derzeit schreibe ich den Rohentwurf eines Romans, in dem es um einen durch pubertär verdorbenen Urlaub in Spanien geht. Die Rohfassung ist bereits in den letzten Zügen. Danach kommt sie für einige Tage in die „Reifeschublade“. So bekomme ich genug Abstand von der Geschichte und beginne anschließend die Ausarbeitung der Geschichte und die Einarbeitung der vielen kleinen Details, mit einem frischen Geist.
Zudem habe ich einen fertigen Entwurf eines Fantasyromans mit Schwertern und Magie in der Reifeschublade liegen. Der wird allerdings noch etwas länger reifen, da Fantasy ein schwieriges Genre ist.
Ein biographischer Roman ist in der Vorplanung. Chronologische und geographische Recherchen habe ich bereits abgeschlossen. Er spielt in der späteren Nachkriegszeit zwischen Hamburg und Südamerika, auf See und an Land. Als Nächstes wird eine Rohfassung geschrieben.
Ein weiteres Projekt ist in der Planung. Dort geht es animalisch zu, im wahrsten Sinne. Mehr möchte ich dazu vorerst nicht verraten. Tierisch, oder?
Was inspiriert dich zum Schreiben?
Das Leben, die Leute, Beobachtungen und Ereignisse in meinem Umfeld, und manchmal ein einzelnes Wort von meiner Frau oder meinem Sohn. Auch Erzählungen von bejahrten Menschen finde ich häufig inspirierend. Da springt nicht selten mein Kopfkino an, welches mir schon erste Szenen vorspielt. Sehr magisch, dieser Prozess.
Was viele Autoren und Blogger aktuell beschäftigt ist die rasant wachsende KI. Wie stehst du zu dem Thema KI? Eher kritisch oder hilfreich?
Skeptisch und verunsichert trifft es ganz gut. Ich nutze sie meines Wissens nach nicht. Meine Bilder erstelle ich in der Regel mit dem Grafikprogramm Affinity selbst. Ein Planungstool für das Planen von selbst erstellten Beiträgen und Posts oder eine digitale To-Do-Liste zählen für mich nicht zu der KI, über die wir mittlerweile alle sprechen.
Ich kann mir den Einsatz von KI als unterstützende Assistenz gut vorstellen. Damit meine ich z. B. Rechtschreibprüfungen oder zur Überprüfung auf Duplikate zur eigenen Absicherung.
Auch die Erstellung von Buchcovern kann durch KI-Unterstützung von Vorteil sein, wenn man gestalterisch untalentiert ist. Sofern man den Nachweis der Herkunft der Grafiken und Bilder hat, im Idealfall die Lizenz.
Früher oder später werden wohl weitere Tätigkeiten durch die künstliche Intelligenz ersetzt werden. So war es damals auch in der Autoindustrie, wo es anfangs hieß: »Keine Maschine kann einen Menschen ersetzen.« Und nun beherbergen viele Bereiche nur noch eine Handvoll Menschen die Abläufe überwachen, wo einst Hunderte, wenn nicht sogar Tausende ihrer täglichen Arbeit nachgingen. Der Einzelhandel, insbesondere die Supermärkte, gehen diesen Weg ebenfalls schon. Da müsste es m. E. für die Kunden eine finanzielle Entschädigung in Form von Rabatten für geben, wenn man sich selbst abkassieren soll. Und das sind nur zwei Beispiele von vielen.
Was man allerdings immer bei der Nutzung von KI bedenken sollte, ist, dass die KI nur Inhalte verwendet, die sie im Internet findet und/oder damit vom Programmierer gefüttert wurde. Da fragt man sich, inwiefern dabei das Urheberrecht respektiert wird. Schließlich möchte niemand, dass seine Bücher plötzlich für jedermann frei lesbar sind, weil die KI schon jetzt uneingeschränkt die Möglichkeit hat, E-Books auszulesen. Ob man dem zugestimmt hat oder nicht.
Erst vor einigen Wochen habe ich auf Instagram mitbekommen, wie sich zwei junge Autorinnen gegenseitig beschuldigt haben, sich an den Werken der anderen schamlos bedient zu haben. In der hitzigen Diskussion stellte sich heraus: Eine der beiden hatte einen Roman mit Hilfe von KI geschrieben und wurde somit wahrscheinlich unwissend zur Täterin und die andere zum Opfer. Die Leserinnen und Leser waren es, die dieses Dilemma entdeckten und der Autorin meldeten. Wie dieser Streit ausging, weiß ich leider nicht. Ich hoffe, die zwei konnten eine für beide Seiten günstige und faire Vereinbarung treffen. So etwas möchte man selbst nicht erleben. Es ist ein schmaler Grat in einer unbekannten Grauzone, im schlimmsten Fall mit harten rechtlichen und finanziellen Konsequenzen für die Nutzer.
Wo findet man dich auf Social–Media?
Aktiv unterwegs und erreichbar bin ich hier:
Steady: https://steady.page/de/tinodietrich/about
Facebook: https://www.facebook.com/buecherversum
Instagram: https://www.instagram.com/buecherversum_books/
Pinterest: https://de.pinterest.com/Buecherversum/
Wer Kontakt zu mir aufnehmen möchte, erreicht mich am besten montags bis donnerstags per E-Mail, unter info@buecherversum.de - Buchvorstellungen und andere Leistungen können über www.buecherversum.de eingereicht oder angefragt werden …
Dankeschön Tino für dein Vertrauen und das du dich bereit erklärt hast meine Fragen zu beantworten.😊
Bis zum nächsten Mal
Euer Marcus
Achtung! Wenn auch du eine Geschichte zu erzählen hast, melde dich gerne bei mir unter info@marcuspaudler.de und wer weiss, vielleicht gibt es mit dir ein nächstes Interview.




28.02.2026
Entweder rennen wir ihnen hinterher, freuen uns darüber oder wir fürchten sie …
In eigener Sache! Meine Beiträge gibt es jetzt auch zum Anhören! Die Audio findet ihr unter den jeweiligen Beiträgen😊
Heute möchte ich über Rezensionen sprechen, da ich kürzlich einen sehr interessanten Beitrag von einer Kollegin über Rezensionen gelesen hatte und mich würde interessieren, wie du das siehst. Doch beginnen wir von vorn. Zunächst möchte ich von meinen Erfahrungen berichten. Rezensionen, etwas über das ich mir zu Beginn meines Schriftstellerlebens keine Gedanken gemacht hatte (wie so einiges).
Ich muss gestehen, dass dieses Thema nur Phasenweise bei mir aktuell ist. Plagt mich da ein schlechtes Gewissen, das ich mir zu wenig Gedanken darüber mache?
Wir kennen das alle, wir scrollen durch das Internet und wir bleiben bei einem Produkt hängen. Ich nehme hier als Beispiel ein Mikrophone, da ich nach einem gesucht hatte. Nun, ich kenne mich mit Mikros nicht wirklich aus.
Welches wäre gut? Für was ist es geeignet?
Also habe ich zuerst im Internet gesucht, was gerade so angesagt ist. Was ich wusste war, dass ich eins brauchte für zukünftige Projekte. Nachdem ich mich schlau gemacht hatte schaute ich bei dem bösen Amazon vorbei.
Ich weiss, viele verteufeln diesen Anbieter, doch meine Bindung zu diesem Portal ist eine andere, da es meine Bücher dort zu kaufen gibt. Aber über dieses Thema hatte ich schon oft gesprochen. Als ich dieses Mikro dort gefunden hatte, schaute ich … natürlich … nach den Rezensionen. Da es ein relativ neues Produkt war, war für mich die Menge an Rezensionen interessant und schließlich schaute ich nach den Sternebewertungen und lass mir einige durch.

Ergo – was ist wichtig?
1. Die Menge an Rezensionen …
2. Die Anzahl der Sterne …
3. Eventuell noch Erfahrungen von anderen Käufern …
Wer erkennt sich wieder? Macht ihr das anders? Oder habe ich vielleicht einen Denkfehler?
Wie ist das bei Büchern? Genauso? Sind uns die Sternebewertungen da auch so wichtig? Naja, man gefällt nicht jedem mit seinem Stil. Das ist vollkommen klar.
Ist es dann wertvoll negative Sternebewertungen zu ignorieren oder sollte man sie erst gar nicht anschauen? Wäre es da sinnvoller sich selbst ein Bild davon zu machen? Nicht jeder kann sich in mein geschriebenes hineinversetzen. Nicht jeder kann abtauchen in diese „fiktive Welt“.
Das größte Problem bei Amazon ist, wenn dein Buch keine Bewertungen mehr bekommt oder wenig Sterne hat, dann sinkt es im Ranking immer weiter abwärts. Dein Buch wird quasi unsichtbar und nicht mehr angezeigt. Ist das eigentlich fair?
Daher bin ich etwas zwiegespalten mit der Aussage, die eine Kollegin traf.
Diese Kollegin schrieb, dass sie die Rezensionen zu ihren Büchern nicht lesen würde. Rezensionen wären für die Leser da und nicht für die Autoren. Es wären Gespräche untereinander und nicht mit ihr … kann man das wirklich so sehen?
(Ich möchte an dieser Stelle nochmal betonen, wenn ich Leser schreiben, meine ich auch die weiblichen und Divers. Ich hoffe es fühlen sich alle angesprochen und nicht nur die Leser. Ihr wisst ja bereits, dass ich im geschriebenen und gesprochenen nicht Gender.) Aber zurück zum Thema.
Diese Aussage ist für mich nicht ganz stimmig. Ich lese mir ab und an die Bewertungen durch. Aber nicht regelmäßig. Zum einen freut es mich natürlich, wenn meine Bücher Anklang finden und gemocht werden. Um so schlimmer ist es jedoch für einen Autoren oder einer Autorin, wenn er den Leser nicht abholen konnte und eine negative Rezension kassiert.
Vor 5 Jahren hatte ich damit ein sehr großes Problem, wenn jemanden meine Bücher nicht gefielen.
Es verunsicherte mich. Es lies mich Zweifeln. Wollte ich es doch allen recht machen. Ist das vielleicht der Grund, warum meine Kollegin dies nicht liest?
Inzwischen sehe ich das anders. Wenn es eine Kritik ist, an der ich wachsen kann, dann ist das okay für mich und vielleicht kann ich daraus was lernen. Aber nur wenn ich das möchte. Viel schlimmer sind negative Bewertungen oder wenig Sterne ohne einen Kommentar. Was soll ich damit anfangen? Richtig … gar nichts.
Geschmäcker sind nun mal verschieden und das ist auch gut so. Stellen wir uns nur mal vor, jeder wollte das gleiche oder denkt gleich! Wie eintönig ist das den Bitte? Wo bliebe da die Vielfalt?
Wo ich meiner Kollegin recht geben möchte und das seh ich genauso ist folgendes:
„Wenn du ein Buch liest erlebst du es durch deine eigene Brille – deine Erfahrungen, Trigger und deine Vorleiben. Es ist wunderschön subjektiv.“ – Da stimme ich ihr vollkommen zu. Wir lassen unsere Erfahrungen mit einfließen. Daher kann Silke die Geschichte ganz anders wahrnehmen als Mandy.
Weiter schrieb sie, sie bräuchte keine Entwicklungshilfe aus Rezensionen. Das wiederum sehe ich etwas anders. Wie bereits angedeutet. Wenn es etwas ist, worüber ich nachdenken oder es ändern möchte, dann ist das sehr hilfreich für mich. Wenn jemand mein Schreibstil nicht gefällt … dann „sorry“ Pech gehabt. Dann bin ich nicht der Richtige für diese Person.
In dieser Hinsicht würde ich mich niemals verbiegen und mich verändern. Dann wäre das nicht mehr ich und es wäre nicht mehr authentisch.
Im folgenden Punkt gebe ich meiner Kollegin recht:
„Kein Buch auf der Welt kann jedem gefallen!“
So ist es. Und dafür sind Bücher auch nicht gemacht. Ich schreibe nicht, damit es jedem gefällt. Ich schreibe, weil mir die Geschichten auf der Seele brennen und sie zu Papier wollen. Es gibt Menschen, denen gefällt das und sie können sich hineinversetzen und es gibt Menschen die mögen nicht was ich tue. Vollkommen normal.
Wie ist es bei dir? Sind dir Rezensionen wichtig?
An meine Kolleginnen und Kollegen – lest ihr die Rezensionen? Braucht ihr Leser sie? Vielleicht ist jetzt der Moment gekommen, an dem du intensiver darüber nachdenkst?
Noch eine ganz andere Frage:
Schreibst du Rezensionen?
Ich finde es oft sehr schade, dass man über Sozial – Media Lob und Anerkennung in Nachrichten bekommt über seine Bücher. Doch die wenigsten schreiben tatsächlich eine Rezension. Auch wenn man sich bedankt über diese Nachricht und darum bittet, dann macht es leider auch nur ein Bruchteil. Ich versuche so etwas tatsächlich nur selten zu sagen. Wenn man darum bittet, finde ich das wie Klinkenputzen. Es ist mir unangenehm. Habe ich hier auch wieder einen Denkfehler? Was denkst du?
Nicht falsch verstehen, ich freue mich über jede Nachricht. Aber das in einer Rezension nochmals zu schreiben wäre die Sahnehaube auf dem Kuchen.
Ich erwische mich selbst dabei, dass ich zu wenig Rezensionen schreibe, wenn mir Produkte gefallen oder eben nicht. Aber ich muss sagen, dass das schon besser geworden ist. Auch das kann man sich antrainieren. Heute schreibe ich viel häufiger eine Bewertung wie noch vor 5 Jahren.
Jetzt kommt mir gerade noch ein Gedanke in den Sinn:
„Schreiben wir eher eine negative Rezension bevor wir eine positive schreiben?“
Ein interessanter Gedanke! Negative Dinge werden von Menschen deutlich schneller wahrgenommen und häufiger weitergegeben als positive. Negatives wird tiefer im Gedächtnis verankert. Es wird schneller in Sozial – Media geteilt und in den Medien gilt: „Nur schlechte Nachrichten erzielen Aufmerksamkeit und Reichweite.“ Obwohl wir wissen, dass zu viel Negatives Gift für uns ist, bekommt es mehr Aufmerksamkeit! Ist das bei Rezensionen ebenso?
Danke, dass du meine Zeilen bis zum Ende gelesen hast. Danke das du hier bist. 😊
Bis zum nächsten Mal
Dein Marcus
(Ps: Wenn dir meine Gedanken gefallen und du keine verpassen möchtest, dann schick mir gern eine eine Mail an info@marcuspaudler.de und du erhältst von mir eine Benachrichtigung, wenn ein neuer Artikel erscheint. Natürlich freue ich mich sehr, wenn du mich unterstützt und meine Beiträge teilst und mich weiter empfiehlst.)




17.02.2026
Kein anderes Thema spaltet die Kunstbranche gerade so sehr wie die künstliche Intelligenz. Die KI polarisiert gewaltig und irgendwie hat es zur Zeit den Anschein, dass es keinen Mittelweg gibt. Die einen arbeiten mit ihr und die anderen verteufeln sie. Für manche scheint sie der Feind im verborgenen zu sein. Hmm …
Ich musste diesem Thema einen Blogbeitrag widmen, da mich die KI gerade sehr beschäftigt. Aber nicht nur mich. Es geht uns alle etwas an. Die Branche ist in Aufruhr. Egal ob es um Bilder, Videos oder Texte geht.
Ausschlaggebend war, dass ich ein Bild auf Instagram eingestellt hatte das von der KI mit #bookstagram gestaltet wurde. Wie ich in meinem Video bereits geschildert hatte, hatte ich einen Shitstorm erlebt, den es schon lange nicht mehr gab. Genaugenommen, seit meiner Buchveröffentlichung von „Schwule sind doch immer nett …“ nicht mehr.
Leute, ich kann mit Kritik umgehen, dass habe ich schmerzlich lernen dürfen. Aber wenn es unter die Gürtellinie geht, dann kann ich zum Löwen werden. Dann setze ich mich auch zur Wehr.

Jedem sollte es doch selbst überlassen sein, wie er mit diesem Thema umgeht oder sich damit auseinandersetzt. Oder nicht?
Wie ich bereits erwähnt hatte, würde ich niemals meine Bücher von einer KI schreiben lassen. Es sind meine Gedanken und meine Empfindungen die ich in meinen Texten einfließen lasse. Dies machen sie einzigartig. Das bin ich! Ich könnte es mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, wenn ich die Texte in meinen Büchern von einer künstlichen Intelligenz schreiben lassen würde.
Ich verstehe die Menschen, die sagen sie würden niemals mit einer KI arbeiten. Aber ist das auch die Wahrheit? Wenn wir es genau nehmen, kommen wir an diesem Thema nicht vorbei. Und die KI wird sich immer rasanter weiterentwickeln. Es kann mir keiner erzählen, dass er nicht schon einmal mit einer KI gearbeitet hat.
Wenn wir Themen recherchieren, dann arbeiten wir mit einer KI …
Wenn wir etwas auf unseren Sozial – Media Kanälen posten, bestimmt ein Algorithmus für wen dieser Beitrag sichtbar wird. Auch das ist KI …
Mir schrieb eine Schriftstellerkollegin, dass ich mit meinem Bild das Urheberrecht verletzt hätte und sie mich anzeigen wolle. Daraufhin fragte ich sie, welches Urheberrecht sie meinte! Es ging um das Bild des Buches in diesem Beitrag.
Nun, ich habe der Dame versucht zu erklären, dass dieses Bild, mein selbstgeschriebenes Buch ist und ich besitze die Rechte am Text und Bild! Was soll ich sagen, diese Dame schrieb mir nicht zurück, sondern blockierte mich. Wie soll man mit so etwas umgehen? Entweder war es ihr einfach peinlich und hat mich deswegen blockiert oder sie hat mich einfach nicht verstanden!
Des Weitern verstehe ich die Kollegen und Kolleginnen nicht, die anfangen andere zu „entfreunden“, nur weil diese Person ein Bild mit einer KI erstellt hat. Leute, ist das demokratisch?
Haben wir echt verlernt andere Meinungen zuzulassen?
Haben wir echt verlernt, dass es unterschiedliche Ansichten gibt?
Ich verstehe nur zu gut, dass viele Künstler Angst um ihre Existenz haben.
- Früher hat es einen Fotografen gebraucht um Fotos zu bearbeiten. – Das kann heute eine KI.
- Früher hat es einen Grafiker gebraucht um ein Cover zu erstellen – das kann heute eine KI.
- Früher hat man Journalisten gebraucht um ein Text zu entwerfen – das kann heute eine KI.
- Früher hat es einen Zeichner gebraucht um eine Karikatur anzufertigen – das kann heute eine KI.
Ich habe vor drei Jahren eine Karikatur zeichnen lassen, die mich 400€ gekostet hatte. Heute waren das ein paar Klicks inklusive Infos und ChatGPT hat mir das Bild erstellt – gratis!
Natürlich stehen da viele Jobs dahinter und ich verstehe die Angst davor. Aber wir Künstler müssen anfangen uns mit diesem Thema intensiver auseinandersetzten. Wir müssen uns teilweise neu erfinden.
Was ist es das dich einzigartig macht? Was ist es, dass nur du kannst?
Diese Dinge müssen wir ausbauen und fördern. Selbst Bücher kann die KI bereits schreiben. Was sie noch nicht kann ist Zwischenmenschlichkeit und Erotik. Aber auch das ist nur eine Frage der Zeit. Also trifft es einen Schriftsteller genauso wie einen Journalisten, Fotografen oder einen Zeichner. Selbst Schauspieler können heute erfunden, erstellt und lebhaft gestaltet werden. Vergessen wir nicht die ersten KI erstellten Influencer, die Millionen Klicks bekommen und nicht real sind.
Nochmal, meine Bücher würde ich niemals von einer KI schreiben lassen. Ich weiss, dass ich dafür mehr Zeit brauche wie eine KI. Neben einem Vollzeitjob sowieso. Dessen bin ich mir bewußt. Daher wird es von mir ein Buch in einem bestimmten Zeitraum geben, wo andere, die mit KI schreiben fünf oder sechs rausbringen. Aber wißt ihr was? Das ist mir egal! Lieber veröffentliche ich ein Buch in der gleichen Zeit. Doch ich weiß, die Texte, Emotionen und die Handlungen stammen aus meinen Gedanken und aus meiner Feder.
Ich bin Schriftsteller, schreibe Texte. Ich bin weder ein Grafiker noch kann ich gut zeichnen. Für mich ist in diesem Bereich eine KI-Goldwert. Sind wir mal ehrlich, das Geld wächst nicht an den Bäumen und auch ich muss schauen, dass ich die Dinge so kostenneutral wie möglich halte. Ich kann es mir nicht leisten ein ganzes Team zu beschäftigen bis ich ein Buch veröffentliche.
Daher war ich gezwungen, mir vieles selbst anzueignen, da ich meine Bücher ohne einen großen Verlag veröffentliche. Ich muss mit jedem Euro in Vorleistung gehen. Der ein oder andere wird es genauso sehen, dessen bin ich überzeugt.
Inzwischen rudern manche Kolleginnen und Kollegen bereits auf Sozial – Media zurück und entschuldigen sich für ihre Aussagen, dass sie all jene entfolgen die mit KI arbeiten oder diese nutzen für bestimmte Dinge.
Also bitte, hört auf euch anzufeinden und akzeptiert andere Meinungen. Gehen wir doch auch bei diesem Thema einen Schritt aufeinander zu und entfremden uns nicht. Wir leben so schon in einer Zeit, in der die Menschen immer aufs neue gespalten werden. Lasst andere Sichtweisen zu. Ihr müsst es nicht genauso machen. Macht es so wie es für euch stimmig ist. Aber verteufelt nicht.
Seid nett zueinander und respektiert euch.
Es ist keine Lösung zu entfreunden, nur weil jemand eine andere Meinung hat zu einem bestimmten Thema. Ihr wärt ja nicht befreundet, wenn es nur dieses eine Thema zwischen euch geben würde. Du bist zum Beispiel Blogger, Leser oder Schriftsteller. Da hat euch doch vorher etwas verbunden. Oder nicht?
Danke, dass du meine Zeilen bis zum Ende gelesen hast. Vielleicht sind sie auch ein Denkanstoß für den ein oder anderen. Danke das du hier bist. 😊
Bis zum nächsten Mal
Euer Marcus
(Ps: Wenn dir meine Gedanken gefallen und du keine verpassen möchtest, dann schick mir gern eine eine Mail an info@marcuspaudler.de und du erhältst von mir eine Benachrichtigung, wenn ein neuer Artikel erscheint. Natürlich freue ich mich sehr, wenn du mich unterstützt und meine Beiträge teilst und mich weiter empfiehlst.)




07.02.2026
Sprechen wir doch heute mal über Charaktere in Büchern und ihre Namen. Wie entsteht so ein Charakter und wie kommt er zu seinen Namen? Ein guter Name bleibt im Gedächtnis, weckt Neugierde und flüstert schon andeutungsweise etwas über die Persönlichkeit des Charakters. Kürzlich habe ich gelesen, dass es verschiedene Strategien gibt gute Namen zu finden. Doch für mich ist es in erster Linie wichtig mein Bauchgefühl nicht zu ignorieren.
Dieses Thema beschäftigt mich zur Zeit ziemlich arg, da ich gerade an dem ersten Krimi meiner neuen Krimireihe schreibe. Es entstehen immer wieder neue Charaktere und diese brauchen Namen. Tatsächlich war es ein schwieriges Unterfangen dem Hauptdarsteller einen Namen zu geben. Da ich wusste, dass dieser Charakter eine lange Lebenszeit haben könnte. Dieser eine Charakter beschäftigte mich bereits vor 3 Jahren, da Hauptkommissar „Lucas Trulinsky“ bereits in meinem Crime Roman „Gewagte Entscheidungen“ eine Gastrolle bekam.

Den Namen „Trulinsky“ verdankt er einer ehemaligen Kollegin von mir. Die sich dadurch in meinen Erinnerungen tief verankert hat. Wenn ich diesen Namen schreibe, geht es gedanklich nicht nur um diesen Kommissar, sondern meine Gedanken sind bei einem ganz besonderen Menschen. Warum „Trulinsky“? Lucas kommt aus Osteuropa. Er ist als Kommissar stehts auf der Suche nach der Wahrheit und dennoch umgibt ihn ein Geheimnis das keinesfalls ans Licht kommen darf. Das witzige an der Sache ist, dass ich im Augenblick noch gar nicht weiß, was das für ein Geheimnis sein wird. Aber mir war es wichtig, dass er eins bekommt. Welche Vorgeschichte hat Lucas? Warum ist er eigentlich nicht mehr in seiner Heimat? Spannung! …
Aber ist das immer so?
Nein, natürlich nicht! Manche Namen entstehen einfach beim Schreiben. Zu meinem neuen Krimi habe ich im Vorfeld einige Namen recherchiert und mir tatsächlich eine Liste gemacht. Welche Namen sind in welcher Gegend angesiedelt! Welche passen dort hin. Mein Schatz war mir eine große Hilfe, da er viele Namen recherchiert hatte. Danke an dieser Stelle für deine Zeit und deine Bemühungen.
Der Hauptcharakter in meinen 3 Bänden um Julian, heißt … ja klar … Julian 😊… Warum hatte ich den Namen gewählt? Eine gute Frage! Zu Beginn meines ersten Buches hatte ich mir darüber keine großen Gedanken gemacht. Außer diesem, die Geschichten handeln von einem Menschen, der sehr sensibel und feinfühlig ist. Daher kam mir Julian in den Sinn. Ich finde „Julian“ ist ein Name, der sehr fein klingt. Es hatte für mich, zu der damaligen Zeit, ein Hauch von Zerbrechlichkeit. Das war eigentlich schon das große Geheimnis warum Julian - Julian heißt.
Ganz anders war es bei „Antonio“ in meinem ersten Roman „Schwule sind doch immer nett …“.
Der Name Antonio passt so gar nicht in eine deutsche Geschichte. Oder doch? Es ist eben kein Michael, Stefan oder Wolfgang. Bereits bevor ich meine Notizen zu einem Manuskript verarbeitete, wusste ich, dass es einen Antonio geben wird.
Aber warum?
Als ich das Manuskript schrieb, las ich zuvor das Buch „Torero“ von Patricia Nell Waren. Dieses Buch veranlasste mich, meine Geschichte zu schreiben. Ein Hauptcharakter in Ihrem Buch war „Antonio“. Und da mir Patricia den Anstoß gegeben hatte mein eigenes Buch zu schreiben, war es für mich eine Hommage an Sie. Mit diesem Namen „Antonio“ wollte ich ihr etwas zurück geben. Ich wollte damit meinen Dank zum Ausdruck bringen. Ich hoffe sehr, dass es mir gelungen ist. An dieser Stelle möchte ich euch ein Buch von ihr nahe legen. Und zwar:
„Der Langstreckenläufer“
Es war das erste Buch überhaupt, dass ich gelesen hatte, wo ich vor dem Ende aufhören musste. Ich hatte buchstäblich Angst, wie es enden könnte. Ich konnte eine Zeitlang das vermutete Ende nicht ertragen. Ich hoffte insgeheim auf ein Wunder. Erst Wochen später habe ich die letzten Seiten gelesen und meine Befürchtungen hatten sich bestätigt. Ich kann euch dieses Buch wärmstens empfehlen. Leider verstarb Patricia bereits 2019 im Alter von 83 Jahren. Gerne hätte ich ihr ein paar Zeilen zukommen lassen, aber das war nicht mehr möglich. Aber wer weiss, vielleicht hat sie es von einer anderen Stelle vernommen.
Wie bereits erwähnt, passte der Name „Antonio“ nicht unbedingt in eine deutsche Geschichte. Daher wurde dieser Charakter zu einem „zugezogenen“.
Ich muss auch gestehen, dass ich Namen der Hauptcharaktere bewusster auswähle wie die, die eine Gastrolle haben. Aber ist das eigentlich richtig? Vielleicht haben Kollegen von mir einen Rat dazu? Macht ihr es anders? Jetzt wo ich das hier schreibe, habe ich gerade meine Zweifel. Denn schließlich gibt es ja auch einen Oskar für den oder die besten Nebendarsteller! Hmm …
Namen sind doch sehr wichtig, da die Namen, die Charaktere lebendig machen. Natürlich sind das wiederum rein meine Vorstellungen und Fantasien, da jeder andere Eigenschaften mit einem Namen verbindet. Ob er blond oder schwarzhaarig ist. Klein oder groß … usw.
Aber zurück zu Lucas Trulinsky. Es bleibt selbst für mich spannend, welches Geheimnis er haben wird. Aber wie es bereits bei meiner Julian Reihe war, entsteht vieles beim Schreiben. Ich gehöre zu denen, die einfach drauf los schreiben. Wenn ich die ersten Seiten geschrieben habe, weiß ich meist schon das Ende. Was dazwischen kommt entsteht beim Schreiben. Für den ein oder anderen mag das unprofessionell sein, aber ich kann das nicht, dass ich mir im Vorfeld zig Seiten Notizen mache, wie die Reise verläuft. Dabei verzettle ich mich nur.
Ich habe es probiert und es für mich verworfen. Ich schreibe aus dem Gefühl heraus und das was mir spontan in den Sinn kommt. Bisher war es mir noch nie passiert, dass sich der bekannte und notwendige „rote Faden“ nicht durch die ganze Geschichte gezogen hat.
Habe ich schon einmal einen Namen geändert?
Ein klares Ja! Dies habe ich bei „Blutige Geheimnisse“ getan. Zum Ende der Geschichte war für mich ein Name nicht stimmig. Daher habe ich in dem ganzen Manuskript den Namen geändert. Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, was das sehr zeitaufwendig. Daher ist es für mich wichtig, dass die Namen im Vorfeld gut überdacht sind.
Wie ist es eigentlich mit Nachnamen? Diese finde ich viel viel schwieriger. Vornamen sind schneller gefunden. Daher fand ich es rückblickend sehr interessant, dass es in meinem ersten Buch „Schwule sind doch immer nett …“ kaum Nachnamen gab. Selbst Julians Nachname, tauchte erst in „Blutige Geheimnisse“ auf. An dieser Stelle eine Frage an meine Leser und Leserinnen:
Hättet ihr das gedacht, dass so viel Arbeit und Recherche mit Namen verbunden ist?
Ich bin sehr gespannt wie ihr das seht …
Bis zum nächsten Mal
Euer Marcus
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22.01.2026
Ist es wirklich so, dass aller Anfang schwer ist? Man hört das sehr oft und es gibt ein Sprichwort, das jeder kennt. „Aller Anfang ist schwer!“ Aber ist das wirklich so? Die Anfänge meines Schriftstellerleben waren es nicht. Es war Leichtigkeit pur! Aber warum?
Gefühlt ist das gar nicht so lange her! Meine Reise begann 2021. Tatsächlich muss ich sagen, dass die Anfänge mit einer Leichtigkeit behaftet waren die ich wirklich ein wenig vermisse. Denn inzwischen hat sich das doch geändert und ja, es ist eine ganz andere Erwartungshaltung dahinter wie es am Anfang war.
Daher nehme ich dich jetzt mit zurück und sprechen wir über: „den Zauber der Anfänge.“ Vielleicht war es bei mir auch so leicht, weil ich mir überhaupt keine Gedanken drüber gemacht hatte und ich war rückblickend in einer gewissen Art und Weise auch blauäugig. Wenn ich eins damals nicht hatte, dann war das Erfahrung. Ich wusste nicht was da auf mich zukommt oder besser gesagt was auf mich zukommen würde.

In einem früheren Blogartikel war ich bereits darauf eingegangen, aber ich möchte hier noch etwas tiefer eintauchen. In meine Erfahrungen. Du weisst inzwischen, wie „Schwule sind doch immer nett …“ entstanden war …
Am Ende dieses Beitrags werde ich dir einen Tip mit auf den Weg geben. Für all diejenigen, die vorhaben Ihr Buch im Selfpublishing zu veröffentlichen. Vielleicht kann der ein oder die andere diesen Fehler vermeiden.
Aber zurück zu den Anfängen. Diese Erfahrungen, die ich gemacht habe und die Erfahrungen von Freunden, hatte ich in ein Büchlein geschrieben und habe es im Anschluss beiseite gelegt. Es ist buchstäblich viele Jahre in Vergessenheit geraten, ich habe nicht mehr daran gedacht. Vielleicht lag es daran, dass ich es mir von der Seele geschrieben hatte und mit diesem Thema abschließen wollte.
Ich hatte diese Erfahrungen hinter wirklich dicken Mauern begraben und verbannt.
2014 hatte ich mich intensiv mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt. Deshalb kann ich heute sagen, dass ich dankbar bin, diese Erfahrungen gemacht haben zu dürfen. Ohne diese Erfahrungen wären meine Bücher nicht entstanden und ohne diese Erfahrungen würde ich jetzt nicht zu euch sprechen.
Erst Jahre später hatte ich den Wunsch mit diesem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen. 2018 bin ich ins Allgäu gezogen, weil mich die Berge einfach faszinieren. Die Natur! Ich liebe es in den Bergen unterwegs zu sein. Es inspiriert mich so sehr. Dort oben flackerte zum ersten Mal die Idee auf, mit diesen Geschichten an die Öffentlichkeit zu gehen. Beziehungsweise die Gedanken, was mache ich jetzt damit? Dieses Thema wurde plötzlich ganz präsent für mich. Ergo, habe ich das Manuskript ausgedruckt und angefangen daran zu arbeiten. In Papierform!
Mein Gott, wenn ich zurückdenke war das so faszinierend …
Das erste Manuskript von meinem Buch in Papierform! Normalerweise macht man das nicht, aber das war so nostalgisch. Dieses Skript ging mit auf Reise in meinen Urlaub. 2019 bin ich mit einem Freund nach Sardinien geflogen und habe dort zwei Wochen verbracht. Im Gepäck dieses Skript. Ich dachte damals, vielleicht finde ich mal die Muse weiter daran zu arbeiten oder es wieder durchzulesen. So mein Plan! Tatsächliche habe ich mich dann so intensiv damit beschäftigen können.
Ich weiß das noch wie heute, ich saß unter diesen großen Olivenbäumen, es war wunderschönes Wetter, und ich habe geschrieben und korrigiert. Da fasste ich den endgültigen Entschluß mit diesem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen. Es hätte viel Mut gebraucht, denn diese Themen über die ich in meinem ersten Buch schreibe, sind keine leichte Kost. Aber weisst du was wirklich komisch ist? Tatsächlich habe ich das zu Beginn nie als mutig empfunden, denn meine Passion war: ich wollte anderen Menschen damit helfen. Ich wollte Menschen zeigen, dass sie mit ihren Problemen und Ängsten nicht alleine sind. Das es da draußen noch andere gibt, denen es auch so geht.
Ich spreche die ganze Zeit über unschöne Erfahrung! Was waren das für Erfahrungen?
In meinem ersten Roman „Schwule sind doch immer nett …“ geht es unter anderem um Gewalt in einer Beziehung. Ich spreche nicht nur von körperlicher Gewalt, sondern auch von seelischer Grausamkeit. Es wird viel erzählt über Gewalt in Beziehung zwischen Mann und Frau, aber Gewalt unter Männern, in einer Beziehung, gibt es sehr wohl nur sprechen nicht viele drüber. Aus Scham! Aus Angst! Wie sagt man immer so schön, Männer müssen stark sein und die dürfen keine Schwäche zeigen. So bin ich aufgewachsen!
Nach dieser Entscheidung hat es ein weiteres Jahr gedauert, bis ich angefangen habe zu recherchieren. Über Lektorate, andere Autoren, wie die das so machen. Ich hatte ja null Erfahrung. Klar, ich hatte viele Bücher gelesen und ich habe auch viele Bücher zu Hause, aber es ist dennoch eine andere Nummer, wenn du dann deine Geschichten zu einem Buch kreierst und das an die Öffentlichkeit geben willst.
Anschließend habe ich Standard-E-Mails an drei Lektorate angeschrieben, das weiß ich noch. Von zweien hatte ich eine Standard-E-Mail zurückbekommen. Ich habe ziemlich schnell festgestellt, dass das eine Nachricht ist, die sie wohl jedem schicken. Eine Mail war ganz anders. Sie gingen persönlich auf mich ein und ich habe mich total abgeholt gefühlt. Für mich war das „der Meilenstein“ auf meinem Weg.
Inzwischen arbeiten wir fünf Jahre zusammen und ich bin so dankbar dafür, dass ich diesen Menschen begegnet bin. Mittlerweile wissen wir, wie der andere tickt das macht vieles natürlich leichter. Sie hatten mir damals sogar geholfen, das Buch zu veröffentlichen.
Als das Buch fertig war, wusste ich nicht, wo ich es veröffentlichen sollte und wie die Reise weiter geht. Ohne diese wunderbaren Menschen, wäre ich nicht so voran gekommen. Schließlich stand der Entschluß fest, mein Buch über Amazon zu veröffentlichen.
Ein wichtiger Pluspunkt war: die Reichweite die Amazon hat.
Inzwischen habe ich dieses Buch in anderen Ländern verkauft. Wie Spanien, Frankreich, Italien, Schweiz oder Österreich. Sogar in Japan habe ich Bücher verkauft. Natürlich in „German Edition“. Amerika und Großbritannien nicht zu vergessen.
Ich hatte das große Glück, dass sich immer wieder Türen aufgetan haben. Der Weg ging immer weiter und das ist mein Weg sein darf! Als ich auf den Knopf zum Veröffentlichen gedrückt hatte, war das mit einer Leichtigkeit gepaart mit großer Aufregung.
Was hatte ich zu verlieren?
Ich wollte mit meiner Geschichte nach draußen. Selbst wenn es nur eine Person erreichen würde, die sich abgeholt fühlt und die sich verstanden fühlt. Oder der ich sogar helfen kann, dann habe ich alles erreicht was ich zu dem Zeitpunkt erreichen wollte. Mir ging es nie darum, damit großes Geld zu machen oder dieses ganze Schriftstellerleben, das stand noch gar nicht im Vordergrund. Das kam alles erst später
Einige Feedbacks haben später gezeigt, dass es richtig war mit diesen Geschichten nach draußen zu gehen.
Drei möchte ich hervorheben, da sie mir 5 Jahre später noch in guter Erinnerung sind.
Mein Ratschlag für dich:
Wenn etwas in deiner Bestimmung liegt, werden sich Türen auftun. Dann gehe diesen Weg Schritt für Schritt. Habe Vertrauen! Das haben mir die Anfänge meines Schritstellerlebens gezeigt …
Zu Beginn hatte ich etwas versprochen:
Ich möchte dir noch ein einen Tip mit auf deinen Weg geben. Es war ein Fehler, den ich gemacht hatte. Wenn du ein Buch über Amazon veröffentlichen möchtest, kaufe dir im Vorfeld eine deutsche ISBN-Nummer! Amazon stellt zwar eine zur Verfügung, aber das ist keine deutsche! Ich dachte damals, spare ich mir etwas Geld, wenn die schon kostenlos angeboten wird. Großer Fehler!!!
Mach das nicht, denn mit dieser ISBN-Nummer hast du in Deutschland schlechte Karten. Du kannst dich z.B. nicht beim VLB anmelden, denn da brauchst du eine deutsche ISBN-Nummer. Das ist eine Geldausgabe, die du tätigen solltest. Das spart im Nachgang viel Ärger …
Bis zum nächsten Mal
Dein Marcus
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07.01.2026
5 Jahre „Schwule sind doch immer nett …“! 5 Jahre Schriftstellerleben! Ich bin so dankbar für jeden einzelnen Tag dieser Reise.
Es waren 5 Jahre mit Höhen und Tiefen. Tage voller Inspiration und Tage an denen jegliche Motivation fehlte. In dieser Zeit durfte ich mich weiterentwickeln. Habe Grenzen überwunden und so manche Fehler gemacht. Fehler aus denen ich lernen durfte. Dann gab es noch diese Rückschläge, die mich zweifeln ließen …
Zunächst ist es mir ein Anliegen mich bei all jenen bedanken, die mich seit 5 Jahren auf meiner Reise begleiten. In den letzten 5 Jahren ist viel passiert und wenn ich zurückblicke, kam vieles anders als geplant.

Als „Schwule sind doch immer nett …“ für die Öffentlichkeit bereit war, sollte es eigentlich damit gewesen sein. Ich wollte diese Geschichten erzählen, wollte meine Erfahrungen weitergeben. Meine Motivation war: Menschen zu zeigen, dass sie nicht allein sind mit ihren Problemen und Ängsten. Nachdem ich dieses Werk der Öffentlichkeit zugänglich gemachte hatte, kamen mir die Ideen für ein zweites Buch. Ich folgte meinem Bauchgefühl und „Blutige Geheimnisse“ war geboren.
Wenn wir Beziehungen eingehen, lassen wir Menschen tief in unsere Seele blicken. Wir machen uns verletzlich. Wir geben Dinge preis, die sonst tief in uns verborgen sind. Wir sind auf der Suche nach Nähe, Geborgenheit und geben einen großen Vorschuss an Vertrauen.
Doch dann gibt es solche Partner, die einen kaputtmachen können ohne es zu merken. Die unser Vertrauen mißbrauchen. Menschen, die toxisch sind. Du verlierst dich vollkommen aus den Augen. Funktionierst nur noch. Du stellst deine Wünsche, Träume und selbst dein Leben hintenan. Es ist oft ein schleichender Prozess, der einem viel zu spät bewusst wird. Bis du an einen Punkt kommst, an dem du dich sogar nicht mehr traust dich zu trennen. Aus Angst! Wegen dem Irrglaube, nicht allein sein zu können. Du hälst an Dingen fest, die nur in deinem Kopf existieren. Dein Gegenüber weiss das und nutzt es aus. Er läßt dich Glauben, dass du an allem Schuld bist und er spielt das Opfer.
Genau das habe ich erlebt …
Vielleicht erkennst du dich wieder? Vielleicht hast du ähnliches erlebt! Darum wollte ich dir dies erzählen. Um dir zu zeigen, dass du nicht mit deinen Ängsten und Sorgen alleine bist. Das es andere Menschen gibt, die dein Schicksal teilen. Diese Grenze zu überwinden und den Mut zu haben sich von solchen Menschen zu lösen wird dich stärker machen.
„Viele Jahre lag das Manuskript in meiner Schublade bis ich den Mut hatte damit an die Öffentlichkeit zu gehen.“
Ich wusste bereits vorher, dass es viel Kritik geben würde. Aber war ich dafür auch stark genug? Als ich diesen Schritt gegangen bin, dachte ich das. Doch der Gegenwind war stark. Es fühlte sich an einigen Tagen an, als würde ich mich gegen einen Orkan stellen. Es kostete unwahrscheinlich Kraft ihm standzuhalten.
Ich bin gefallen. Tief gefallen.
Aber immer wieder schaffte ich es aufzustehen. Es war zu Beginn nicht einfach damit umzugehen. Gehörte ich doch zu den Menschen, die stets versuchten es allen recht zu machen. Schnell musste ich erkennen, dass das nicht geht! Dass es nicht funktioniert! Aufgeben? Einen Rückzieher machen? Ja, diese Gedanken hatte ich. Es gab sogar einen Moment, wo ich mein Buch wieder offline stellen wollte. Ich grübelte oft und fragte mich: Warum sind manche Menschen so? Warum wollen sie mich nicht verstehen? Aber weißt du was! Das ist nicht wichtig. Menschen die ich berühren durfte und darf sind die, die mir Kraft geben. Es sind die, die mir Mut machen. Die mir zeigten, dass es der richtige Weg ist.
Was gab mir Kraft? Nachrichten wie:
Genau das lies mich weiter an mich glauben. An meinen Weg! Dies gab mir Zuversicht und vor allem gab es mir Hoffnung. Ich ging meinen Weg weiter. Schritt für Schritt. Mal schneller – mal langsamer. Gab es doch noch so viele Geschichten zu erzählen und so entstanden 6 weitere Bücher.
Heute schaue ich mit Stolz auf das zurück was ich bisher geschafft habe … 7 Bücher in 5 Jahren! Wenn ich zurückblicke, denke ich gern an die Seminare und Kurse die besucht hatte. Ich durfte so viel lernen. Doch blieben eine Zeitlang diese Worte an mir haften, die ich zu Beginn hörte: „Viele Autoren schaffen ein Buch! Das wars! Viele geben nach einem Buch auf!“ Würde ich dazu gehören?
Heute weiss ich, dass ich nicht zu jenen gehörte. Auch wenn es viele Rückschläge gab. Viele Interviewanfragen die abgelehnt wurden. Verlage, die nicht mit mir zusammenarbeiten wollten. Viele die sagten, dass ich nicht gut genug wäre. Doch ich gab nicht auf …
Wenn ich heute zurückblicke, schaue ich auf viele Interviews zurück. Einladungen in Podcasts. Selbst ein Live – Radiointerview war dabei. Das schafft nicht jeder! Oft bin ich über meinen Schatten gesprungen. Ich habe meine Grenzen neu gesteckt und ich bin stolz, dass ich die Hoffnung nicht aufgegeben habe.
Wenn ich zurückblicke, sehe ich diesen schüchternen Menschen, der sich vieles nicht getraut hatte, weil er Angst vor Fehlern hatte. Weil er Angst vor Ablehnung hatte! Weil er Angst hatte nicht gut genug zu sein. 5 Jahre später habe ich den Mut Interviews abzulehnen bei denen ich kein gutes Bauchgefühl habe. Selbst einem Verlag habe ich letztes Jahr abgesagt, da ich wusste, dass wir nicht zusammenpassen. Vor 5 Jahren hätte ich mich das nicht getraut!
Was kann ich dir mitgeben? Welchen Ratschlag habe ich heute für dich?
Trau dich! Spring über deinen Schatten. Verlasse deine Komfortzone. Wachse über dich hinaus. Du wirst es nicht jedem recht machen und ja, du wirst Fehler machen. Aber das ist vollkommen okay! Daran wirst du wachsen. Du wirst dich weiterentwickeln. Glaub an dich! Es ist dein Weg. Du bist das Licht und du bist die Sonne. Bitte vergiss das nie!
Ich bin gespannt, wo mich mein Weg noch hinführen wird. Es gibt noch so viel zu entdecken! So viel zu erfahren und so viel zu lernen. Ich freue mich darauf!
Danke, dass du hier bist und danke, dass du mich auf meinem Weg begleitest. Gibt es doch noch so viel was ich dir erzählen möchte …
Und nicht vergessen! Die Happy Birthday Aktion läuft vom 12. Januar 2026 bis 24. Januar 2026 – nur solange der Vorrat reicht! Feiere mit mir und sichere dir ein Gratisexemplar! Egal, ob du selbst Geburtstag hast oder jemanden beschenken möchtest. Jeder Geburtstag ist einzigartig. Mache ihn mit meinem Buch noch besonderer – für dich selbst, Freunde oder Familie. (Mehr Infos auf der Startseite unter „News“.)
Bis zum nächsten Mal.
Dein Marcus!
(Ps: Wenn dir meine Gedanken gefallen und du keine verpassen möchtest, dann schick mir gern eine eine Mail an info@marcuspaudler.de und du erhältst von mir eine Benachrichtigung, wenn ein neuer Artikel erscheint. Natürlich freue ich mich sehr, wenn du mich unterstützt und meine Beiträge teilst und mich weiter empfiehlst.)




15.12.2025
Oder auch zwei! Mit großen Schritten bewegen wir uns auf Weihnachten zu. Die letzten Wochen des Jahres. Für die einen ist es eine durchaus besinnliche Zeit. Zeit, die Geschwindigkeit zu drosseln und genießen. Einige haben es für dieses Jahr geschafft und freuen sich auf Ihren Urlaub. Es ist die Zeit zum Reflektieren. Wie war dein Jahr? Hast du deine Ziele erreicht? Sind deine Wünsche oder Träume wahr geworden? Oder lief vieles anders? Gab es Rückschläge?
Für Andere ist es eine durchaus stressige Zeit und es bleiben nur wenige Momente die Geschwindigkeit rauszunehmen. Für die, die selbst an den Feiertagen arbeiten müssen, ist es fast unmöglich. Daher sollte man sich immer wieder das ganze Jahr über Zeit nehmen, um zu reflektieren.

Deine ganz bewußte Ich – Zeit …
Nach langer Zeit war ich im Juni diesen Jahres wieder in den Bergen unterwegs. Durch unseren Wegzug aus dem Allgäu hatte ich bis dato keine Gelegenheit dazu. Aber nun war es dieses Jahr endlich so weit.
Meine erste Tour führte mich zum Hochgrat. Mir war bewusst, dass es eine große Herausforderung werden würde, aber was mich dort erwartete, damit hatte ich nicht gerechnet.
Wie immer war ich gut ausgerüstet als ich meine Tour an diesem Tag begann. Die Betonung liegt auf „Ausgerüstet“. Was ich überhaupt nicht war? Ich war überhaupt nicht vorbereitet. Schnell musste ich feststellen, dass Spaziergänge der letzten Zeit keine wirkliche Vorbereitung waren.
Aber mit einem feste Willen im Gepäck und dem Wissen, dass etwa 1000 Höhenmeter vor mir lagen begann ich meinen Aufstieg. Der Hochgrat ist mit 1.834 Metern der höchste Berg im westlichen Allgäu und es war schon sehr warm an diesem Morgen, was eine zusätzliche Belastungsprobe werden würde. Dessen war ich mir bewusst.
Bereits nach den ersten Schritten musste ich feststellen, wie sehr mir die Natur und die Berge gefehlt hatten. Das Gefühl von Freiheit und ganz bewusst eine Ich – Zeit zu genießen, spürte ich, wie meine Ideen förmlich sprudelten. Wie immer begann ich mir Notizen zu diktieren. Andernfalls wären sie nach kurzer Zeit in meinem Gedankenkarussell wieder verlorengegangen.
Doch was ich mit jedem weiteren Schritt feststellen durfte war, dass ich absolute Schwierigkeiten hatte mein Tempo zu finden. Ich war mal schneller, dann wieder langsamer und bemerkte, wie weit ich von meiner inneren Mitte entfernt war, durch den Alltagsstreß oder von negativen Gedankenspiralen. Des Weiteren waren die letzten 1.5 Jahre mehr als Turbulent und jetzt merkte ich, wie sehr ich mich aus den Augen verloren hatte. Wie ich versucht hatte Dinge zu lösen um einfach zu Überleben. Diese Gedanken begleiteten mich bis an mein Ziel auf 1.834 m Höhe.
Aber was ist unsere innere Mitte?
Unsere innere Mitte ist ein Zustand, in dem wir uns im emotionalen Gleichgewicht fühlen. Die wichtigste Zutat: ist Achtsamkeit. Hast du hingegen deine innere Mitte verloren, gibst du dich beispielsweise für andere auf, bist emotional abhängig oder in einem negativen Gedankenkarussell gefangen.
Je mehr du von deiner inneren Mitte entfernt bist, desto weniger weißt du, was für dich “richtig und falsch” ist. Das heißt: Du bist unsicher in deinen Entscheidungen und nicht in Kontakt mit deiner Intuition.
Wir rennen im Alltag allem möglichen hinterher. Ein Termin jagt den nächsten. Ein Ereignis folgt auf das andere und wenn man nicht acht gibt, dann fängt man an sich zu verlieren und dreht sich nur noch im Kreis. Man versucht es jedem Recht zu machen, aber was ist mit uns selbst? Du selbst bleibst oft auf der Strecke und ehe du dich versiehst bist du im wahrsten Sinne des Wortes verloren. Aus dem Gleichgewicht. Je länger dieser Zustand anhält um so schwerer wird es dir fallen wieder zu dir zu finden.
Deine Bedürfnisse an erster Stelle zu stellen und nicht die der Anderen. Das hat überhaupt nichts mit Egoismus zu tun. Es ist dein Leben und dein Weg. Wir alle haben Wegbegleiter und gehen Kompromisse ein. Aber niemals sollten wir uns aus den Augen verlieren.
Wieder einmal durfte ich erleben, wie wichtig diese Zeit in den Bergen für mich war. Nur die Natur und ich. Daher finde es immer wieder wertvoll, solche Touren allein zu machen. Um zu erkennen. Um Geschehenes zu reflektieren. Es ist immer wieder aufs Neue eine so wertvolle Erfahrung.
Übrigens hatte ich es an diesem Tag nicht mehr geschafft mein Tempo zu finden. Selbst beim Abstieg nicht. Es war eine sehr wichtige Erkenntnis, dass ich nicht mehr im Takt war. Doch bereits am nächsten Tag, bei einer anderen Tour, war es ganz anders. Abgesehen von der Hitze, die mir zu schaffen machte, spürte ich, dass ich mein Tempo halten konnte indem ich einfach losgelassen hatte. Ich machte mir keine Gedanken mehr, sondern fühlte in meinen Körper hinein und er gab mir mein Tempo beim Laufen vor. Hast du dich schonmal intensiv mit deiner inneren Mitte beschäftigt? Auf dein Tempo geachtet? Oder deine Umwelt?
Wenn du dein emotionales Gleichgewicht gefunden hast, nutzt du deine Gefühle als Kompass für dein Leben. Deine Gefühle sind dann Signalgeber, die dich auf eigene Bedürfnisse oder Grenzen aufmerksam machen. Statt dich von Gefühlen übermannt zu fühlen, lebst du im Einklang mit ihnen.
Das heißt: du gestaltest dein Leben aktiv aus deiner emotionalen Mitte heraus.
Je mehr du lernst, deine Gefühle bewusst wahrzunehmen, desto eher behältst du einen klaren Kopf (du fühlst dich nicht übermannt von deinen Gefühlen) und schaffst dir dadurch Raum für Handlungsfreiheit.
Bringe mehr Selbstliebe in dein Leben, um deine innere Mitte zu finden. Selbstliebe schafft ein emotionales Fundament, das es dir leichter macht, in deiner emotionalen Balance zu bleiben.
Indem du deine Entscheidungen auf Grundlage der Liebe zu dir selbst triffst, wirst du nicht nur mehr zu dir selbst stehen und selbstbewußter auftreten, sondern kannst in stürmischen Zeiten dein eigener Fels in der Brandung sein.
Manchmal weiss man so viel und kann anderen Menschen ein guter Ratgeber sein. Doch es bei sich selbst anzuwenden, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ich hoffe sehr, dass ich dir einen kleinen Denkanstoß geben konnte. Bist du in deiner inneren Mitte? Oder weit davon entfernt?
Für mich war diese Bergtour wieder eine bewusste Erkenntnis und wahrlich nicht das erste Mal. Es ist wieder ein Beweis für mich, wie schnell man im Alltag gefangen ist und vieles nicht mehr bewußt wahrnimmt. Und ich denke, das wird auch nicht das letzte Mal gewesen sein.
Wie sagt man so schön: „Neues Jahr, Neues Glück.“
Ich möchte hier die Möglichkeit nutzen, dir ein schönes Weihnachtsfest zu wünschen. Eine besinnliche und ruhige Zeit im Kreise deiner Liebsten. Viele schöne Erkenntnisse in den Raunächten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Kommt gut rüber und tut nichts, was ich nicht auch tun würde. 😊
Ich gehöre zu jenen, für die die letzten Wochen des Jahres sehr viel Stress bedeutet. Daher weiß ich noch nicht, ob es noch einen Blogbeitrag in diesem Jahr geben wird. Wenn ich es nicht mehr schaffe, lesen wir uns im neuen Jahr wieder.
Bis zum nächsten Mal
Dein Marcus
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02.12.2025
Ich habe dir in diesem Beitrag eine kleine Geschichte mitgebracht. Lies sie in Ruhe durch und versuche dir im Anschluss bewusst etwas Zeit zu nehmen, um darüber nachzudenken. Erkennst du dich wieder? Was macht diese Geschichte mit dir? Schreib deine Gedanken dazu gern einmal auf.
Ist es an der Zeit etwas in deinem Leben zu ändern?

„… Der Wecker klingelt und dein Traum zerplatzt wie eine Seifenblase. Eben warst du noch am Strand und das Wasser umspülte deine Beine. Du öffnest die Augen. Kein Wasser, kein Strand! Du liegst in deinem Bett und der Wecker wird immer lauter. Das Rauschen der Wellen verschwindet. Der Tag liegt vor dir. So voller Hoffnung und Möglichkeiten. Du steigst aus dem Bett, machst dir ein Kaffee. Dein Blick fällt gähnend auf deinen Kalender, der neben der Kaffeemaschine liegt. Gestern Abend hast du ihn dort hingelegt, weil du weißt, dass dein Tag komplett durchgetaktet ist.
Heute hast du Frühdienst. Doch damit ist es nicht getan. Um fünfzehn Uhr hast du einen Arzttermin. Um siebzehn Uhr Yoga. Vorher noch schnell die Kinder zum Reitunterricht fahren. Nach dem Yoga holst du sie wieder ab. Du weißt bereits jetzt, dass die kurze Entspannung dann wieder „für die Katz“ war. Schnell heim. Das Abendessen vorbereiten. Dazwischen erledigst du noch schnell das Nötigste im Haushalt. Nach dem Essen die Kinder ins Bett. Heute wollen sie wieder padu nicht schlafen.
Dann endlich ist es geschafft. Erschöpft lässt du dich auf das Sofa fallen. Vor dir ein Glas Wein. Du nimmst einen Schluck. Tut das gut! Vor dir liegt ein Roman auf dem Tisch, den du seit langem lesen wolltest. Du fandest ihn spannend! Aber, inzwischen hast du Zweifel. Keine Zeit! Keine Lust! Zu anstrengend. Du lehnst dich in die Kissen. Atmest tief durch und du schaust auf die Uhr. Es ist 22 Uhr. Viel zu spät zum Lesen. Du weißt, du würdest nach ein paar Seiten einschlafen. Stattdessen greifst du nach deinem Kalender, der neben dir liegt und überfliegst die morgigen Termine. Wieder hast du deinen Tag komplett durchgetaktet mit Terminen und du weißt bereits jetzt, dass du sie nicht einhalten kannst.
Kurz darauf liegst du im Bett und denkst über deine Hoffnung, deine Träume und deine Möglichkeiten nach, die du heute hattest. Schnell erkennst du, dass es an diesem Tag nicht viel davon gegeben hat. Du verschiebst all die Möglichkeiten auf Morgen, trotz des Wissens, dass du Morgen wieder im Bett liegen wirst und wahrscheinlich das gleiche tust …“
Jetzt frage ich dich! Erkennst du dich wieder?
Ist das das Leben? Oder wäre es nicht wichtig, dieses Hamsterrad zu durchbrechen?
Wir rennen so vielen Dingen hinterher, aber …
Es ist weder gut, ständig mit der Vergangenheit beschäftigt zu sein. Noch, wie in diesem Fall, sich voll und ganz auf das kommende zu konzentrieren. Wo ist da der Augenblick? Wo ist da, das Leben? Dein Leben!
Leben heißt, die Augenblicke zu genießen. Sie bewusst wahrzunehmen. Und oft sind es die kleinen Dinge, die uns glücklich machen. Aber leider nehmen wir sie in der Hektik des Alltags nicht mehr wahr. Wir ignorieren sie.
Wenn du getrieben bist von deinem Alltag und durchgetaktet mit Terminen, dann mach doch einen Termin mit dir selbst. Auch wenn es nur 5 Minuten sind. Nehme dich und diesen Moment bewusst war und achte auf deine Gedanken, deine Gefühle. Was geschieht um dich herum? Was macht diese Situation mit dir? Über was denkst du in diesem Augenblick nach? Notiere es dir. Du wirst erstaunt sein, wenn du diese Notiz nach einiger Zeit wieder durchliest.
Verliere dich nicht aus den Augen und achte auf deine Träume …
Bis zum nächsten Mal und schöne Erkenntnisse.
Dein Marcus
(Ps: Wenn dir meine Gedanken gefallen und du keine verpassen möchtest, dann schick mir gern eine Mail an info@marcuspaudler.de und du erhältst von mir eine Benachrichtigung, wenn ein neuer Artikel erscheint. Natürlich freue ich mich sehr, wenn du mich unterstützt und meine Beiträge teilst und mich weiter empfiehlst.)




15.11.2025
Gefühlt, war sich die queere Community noch nie so uneins wie in diesen Zeiten.
Schrill, laut und bunt. So erlebt man die queere Community in der Öffentlichkeit. In letzter Zeit weht der Wind immer stärker gegen queere Menschen. Es wird immer lauter und turbulenter. Schon lange war der Hass auf die queere Community nicht mehr so groß wie in dieser Zeit. Aber was ist der Grund?
Wir erleben gerade generell einen massiven Rechtsruck und der Hass auf queere Menschen nimmt immer mehr zu. Aber ist das der einzige Grund warum Angriffe oder Übergriffe gegenüber queeren Menschen immer weiter zunehmen? Dass Unsicherheit und Angst weiter auf den Vormarsch ist! Das man sich nicht mehr traut nachts alleine durch die Straßen zu laufen!
Natürlich ist der Rechtsruck „ein“ Grund. Aber ich denke, dass es noch weitere gibt, die die Meinungen der Bevölkerung spalten. Schauen wir doch zunächst in die eigenen Reihen. Auch innerhalb spalten sich die Menschen Zusehens. Noch nie war sich die queere Gemeinschaft so uneinig wie in dieser Zeit. Noch nie war die Spaltung so groß.

Haben wir einen falschen Weg eingeschlagen?
Je lauter queere Menschen in der Öffentlichkeit auftreten, umso mehr steigt der Hass auf der anderen Seite und ich denke, dass wir aus diesem Kreislauf so nicht ausbrechen können. Wenn man sich Berichte durchliest oder auf Sozial – Media unterwegs ist, findet man was?
Genau, fast nur Paradiesvögel!
Die queere Community wird zunehmend als schrill und übertrieben dargestellt, doch das ist sie nicht! Das ist nicht die Community! Das ist nicht „meine“ Community! Sie besteht nicht nur aus schillernden Persönlichkeiten. Das ist ein Bruchteil! Doch gefühlt bekommen nur diese in der Öffentlichkeit die Aufmerksamkeit. Inzwischen haben die Menschen ein vollkommen falsches Bild und das wird immer weiter beheizt. Warum? Klar, weil „Horst Meier“ von nebenan, der mit seinem Mann in einem Reihenhaus lebt, seinen Kredit abzahlt, seiner Arbeit nachgeht und nicht schillernd durch die Gegend läuft, bei weitem nicht so interessant ist wie ein Mann der als Dragqueen oder glitzernd durch die Straßen läuft.
Was soll man auch über Herr Meier berichten? Das er morgens und abends mit seinem Hund Gassi geht? Das er am Samstag sein Auto putzt, die Mülltonne an die Straße stellt oder sein Haus saubermacht?
Ich kenne viele aus der queeren Community, die das ebenso sehen. Sie leben ein „normales Leben“ und können mit dem schrillen und lauten nichts anfangen. Und schon ist die Community gespalten. Meinungsfreiheit ist wichtig, gar keine Frage. Daher darf auch meine Meinung ertragen werden.
Ich habe nichts dagegen, wenn sich jemand in eine Dragqueen verwandelt. Im Gegenteil, das ist eine Kunst vor der ich einen sehr großen Respekt habe. Da steckt Mut und Persönlichkeit dahinter was enorme Stärke repräsentiert. Doch wie erwähnt ist das Kunst und eine solche Kunst gehört auf eine Bühne und nicht auf die Straße, in einen Kindergarten oder eine Schule.
Die Medien und deren Berichte sind voll von schillernden Persönlichkeiten und davon haben, wie es scheint, so einige Menschen die Nase voll. Die Menschen sind überdrüssig davon geworden. So werden wir nie das Ziel erreichen, das queere Menschen dazugehören, wenn nur über solche schrillen Persönlichkeiten gesprochen und berichtet wird.
Wir werden nie aufhören, uns erklären zu müssen!
Also nochmal, wann sind wir falsch abgebogen?
Waren es einfach zu viele Themen, die in so kurzer Zeit entstanden sind? Egal ob Gendern oder Geschlechter Definition. Denken wir einmal zurück, als damals gefordert wurde, dass bei einem Fußballspiel eine Regenbogenarmbinde getragen werden sollte. Warum? Es geht um Sport! Es geht um ein Spiel! Um nichts mehr oder weniger. Es sollte eine Bühne für mehr Sichtbarkeit und Gleichberechtigung sein. Doch was war passiert! Genau das Gegenteil war der Fall. Der Hass gegenüber der queeren Community nahm zu. Und Diskussionen über die Regenbogenfahne entstanden. Inzwischen sind wir nicht mehr weit davon entfernt, dass sie eines Tages verboten wird. Wir befeuern regelrecht damit die Rechten Gruppierungen.
Die Menschen scheinen Müde von dem schrillen und lauten zu sein. Ich bin Müde davon. So wie manch viele innerhalb der Community.
Nehmen wir mal als Beispiel den CSD. Ich möchte behaupten, dass einige junge queere Menschen sich der Bedeutung dessen nicht bewußt sind. Wie entstand der CSD und warum?
Bedeutung früher: Der CSD erinnert an den ersten bekanntgewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen queeren Minderheiten gegen Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street. In den frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 fand in der Bar Stonewall Inn der sogenannte Stonewall-Aufstand statt. Zu dieser Zeit gab es immer wieder gewalttätige Razzien der Polizei in Kneipen mit trans- und homosexuellem Zielpublikum. Als sich an diesem Abend insbesondere Dragqueens, transsexuelle Latinas und Schwarze gegen die wiederkehrenden Kontrollen wehrten, war dies der Ausschlag für tagelange Straßenschlachten mit der New Yorker Polizei. Um des ersten Jahrestages des Aufstands zu gedenken, wurde das Christopher Street Liberation Day Committee gegründet. Seitdem wird in New York am letzten Samstag des Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug an dieses Ereignis erinnert.
Heute: Der CSD ist gefühlt nur noch eine Faschingsumzug. Eine Maskerade. Er bietet die Möglichkeit sich zu verkleiden, sich leicht bekleidet zu zeigen und ist eine Möglichkeit seinen Fetisch in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Aber warum? Wozu? Bestimmte sexuelle Vorlieben haben dort nichts zu suchen!!! Heute, geht es nur noch darum: „Mehr Haut – desto besser!“ Es geht darum „den nächsten“ klar zu machen um ihn „abzuschleppen“. Deshalb würden mich keine 10 Pferde auf so eine Veranstaltung bringen. Weil in meinen Augen die Bedeutung dessen komplett verlorengegangen ist und auch hier brauchen wir uns nicht wundern, wenn es immer weniger Umzüge geben wird. Wenn Sponsoren abspringen und solch Veranstaltungen nicht mehr zu stemmen sind. Sollten wir den Menschen an solch einem Tag, nach so vielen Jahren, nicht lieber dessen Bedeutung wieder näher bringen statt seinen Fetisch auszuleben?
Ist das der richtige Weg um Toleranz und Gleichberechtigung zu erlagen?
In der queeren Community ist es ein nie endendes Phänomen. Um in Sozial – Media Sichtbarkeit, Likes und Klicks zu bekommen ziehen immer mehr Menschen blank. Warum? Wenn ich sehe, dass inzwischen sogar Schriftstellerkollegen sich Oben Ohne oder sogar nur in Unterwäsche mit Buch ablichten! Was soll das? Nur um mehr Klicks zu generieren! Wo soll uns dieser Weg hinführen? Was soll das noch toppen? Oder was soll uns das sagen? Geht es noch um ein Buch? Um die Vermarktung von einem Buch? Ist das der Wert, der ein geschriebenes Werk hat? Da steckt so viel Herzblut drin. Bücher schreiben ist ebenso eine Kunst. Was sagt es über ein Buch aus, wenn es mit viel Haut präsentiert werden muss?
Die queere Community schreit nach außen immer laut nach Toleranz, doch sie schafft es nicht untereinander Tolerant zu sein. Diese Community ist so oberflächlich geworden. Oder war sie das schon immer? Jung, hübsch und durchtrainiert. Dann wirst du gesehen und gehörst dazu. Aber alles andere fällt durch das Raster und wird nicht mehr so wirklich toleriert. Egal ob du älter, nicht so hübsch oder gar ein Handicap hast. Dann fällst du durch dieses Raster.
Ich spreche über diese Themen inzwischen seit einigen Jahren und gerade deshalb war es mir wichtig, diese Botschaft: „Oberflächlichkeit in der queeren Community“ in meinem Buch „Gewagte Entscheidungen“ zu thematisieren.
Zur Zeit brodelt dieses Thema wieder so arg in mir und bei meinem Umfeld, dass ich diesen Beitrag schreiben musste. Natürlich sind schillernde Persönlichkeiten wichtig, wenn sie Ihrer Botschaft treu bleiben. Doch meist werden dann Dinge zur Schau gestellt, die diese Persönlichkeit nicht mehr authentisch seinlassen. Das ist wirklich schade. Sollten sie doch ein Sprachrohr für die queere Community sein. Für mehr Gleichberechtigung und mehr Akzeptanz! Aber genau das Gegenteil passiert.
So einige haben eine so große Fanbase und könnten dieses Sprachrohr sein, doch am Ende geht es nur um die Selbstvermarktung. Um mehr Klicks und Aufmerksamkeit.
Auch wenn der „Horst Meier“ von nebenan nicht so wichtig erscheint, ist er es doch. Oder genau deshalb! Solche „normalen“ Menschen brauchen eine größere Plattform um zu zeigen, dass die queere Community nicht nur schillernd, laut und schrill ist.
Ich weiß, dass ich mit diesem Thema in ein Wespennest steche, doch das muss und soll gesagt werden und auch solch eine Meinung darf toleriert werden. Ich weiß, dass ich mit meiner Meinung nicht allein da stehe und ich bin jetzt schon auf den Aufschrei gespannt, den mir der Wind entgegen wehen wird. Ausdrücklich möchte ich noch betonen, dass ich mich von Rechten Gruppen oder Parteien distanziere.
Danke fürs lesen, für deine Toleranz und Akzeptanz meiner Meinung. Welche Meinung hast du?
Bis zum nächsten Mal
Dein Marcus
(Ps: Wenn dir meine Gedanken gefallen und du keine verpassen möchtest, dann schick mir gern eine eine Mail an info@marcuspaudler.de und du erhältst von mir eine Benachrichtigung, wenn ein neuer Artikel erscheint. Natürlich freue ich mich sehr, wenn du mich unterstützt und meine Beiträge teilst und mich weiter empfiehlst.)




04.11.2025
Wir glauben immer – wir haben Zeit. Ist Zeit nicht ein seltsames Phänomen? Man könnte behaupten: ein Irrglaube. Wir verschieben alles auf morgen, weil uns andere Dinge wichtiger erscheinen. Rückblickend waren die Dinge, die mir wichtiger erschienen, so unbedeutend. Der Alltag läßt uns vieles verschieben. Die Arbeit, der Haushalt.
Lass uns Morgen telefonieren oder treffen.
Doch dann wachst du am nächsten Morgen auf und stellst fest, dass „dieser Morgen“ nicht mehr möglich ist. Du erfährst, dass sich dieser Mensch ganz plötzlich, still und leise auf seine letzte irdische Reise gemacht hat. Was zurück bleibt ist eine Ohnmacht. Ein Schock. Diese Leere, die ich gerade spüre. Als wäre ein Teil meines Herzens oder meiner Seele verschwunden.
Was zurück bleibt sind Fragen, die in diesem Leben nicht mehr beantwortet werden können.
Was zurück bleibt ist ein bedauern, dass ich mich für lapidare Dinge entschieden habe die ich anscheinend für wichtiger hielt. Doch das waren sie nicht. Sie waren so unbedeutend.
Wieder einmal wird mir klar in was für einem System wir gefangen sind. Mit was wir unsere Zeit verbringen. Wir helfen Tag für Tag anderen Menschen ihre Träume zu verwirklichen und verwenden so viel Zeit dafür.

Aber was ist mit unseren Träumen? Die stellen wir hinten an um in diesem System überleben zu können.
Liebe Astrid,
Ich bereue, dass ich unser Treffen verschoben habe, wegen Dinge die mir nun so unwichtig erscheinen.
Ich bereue, dass ich unser gemeinsames Projekt hinten angestellt hatte, weil mir andere wichtiger erschienen. Unser gemeinsames Gedichtband … unsere Zeitreise … bleibt eine Erinnerung. Eine Vorstellung. Ein unerfüllter Wunsch.
Ich bereue, dass ich zu oft gesagt hatte: wir telefonieren morgen „in Ruhe“ und doch fand ich diese Ruhe viel zu selten …
Nun bist du nicht mehr da, ganz still und leise hast du deine letzte irdische Reise angetreten. Ich kann es nicht greifen, kann es nicht realisieren, will es nicht wahr haben …
Ich bin froh, dass du wusstet wie dankbar ich für unsere Freundschaft war, die über Jahrzehnte hinweg bestand. Als wir uns das erste Mal vor 24 Jahren trafen, war es eine Begegnung einer ganz besonderen Art. Wir hatten das Gefühl, als würden wir uns schon ewig kennen. Aus einem anderen Leben?
Wir verstanden uns ohne Worte. Wir fühlten gleich. Mit anderen Worten wir hatten eine Seelenverbindung die es nur selten gibt. Auch wenn wir einige Jahre keinen physischen Kontakt hatten, so warst du für mich immer präsent. Ich weiss, dir ging es ebenso. Sehr oft haben wir darüber gesprochen.
Zu Corona Zeiten waren wir uns eine große Stütze, kämpften wir doch beide gegen einen Großteil der Gesellschaft. Du gabst mit so viel Kraft, das durchzustehen. Standhaft zu bleiben.
Was jetzt zurück bleibt, ist ein Gefühl, als wenn ein Teil meiner Seele gegangen wäre. Vorausgegangen. Da ist diese Leere gefüllt von Schatten. Liebe Astrid, du weisst was ich meine.
Du hattest immer gesagt, wenn du deine letzte Reise hier auf Erden antrittst, wünschst du dir, dass es schnell geht. Das du keinen langen Leidensweg hast. Dein Wunsch wurde zum Teil vom Universum erhört. Du sagtest stets, dass du 90 Jahre alt wirst und friedlich einschläfst. Ich glaubte an diese magische Zahl und deshalb war die Nachricht das du gegangen bist ein Schock. Es war viel zu früh, zumindest für mich. Ich war dafür nicht bereit. Wir alle nicht.
Ich werde deine Ratschläge vermissen, deine Weisheit und deinen Optimismus … unsere Gespräche. Diese Energie, die wir spürten, wenn wir gemeinsam an einem Ort waren. Aber ich weiss wir werden uns wiedersehen. Du bist nur voraus gegangen.
Warum braucht es immer wieder solche Erfahrungen um uns wachzurütteln?
Um zu verstehen, in welchem System wir gefangen sind?
Wir verschwenden so viel Zeit um Dingen hinterherzujagen die so unwichtig sind. Wir rennen materiellen Dingen hinterher, sammeln wie ein Weltmeister und sind gefangen in diesem „Materiellen System“. Das größte Auto, das schönste Haus, der teuerste Schmuck. Aber wozu?
Wenn wir gehen, gehen wir nur mit unseren Erinnerungen. Unseren Erlebnissen. Unseren Erfahrungen. Mehr ist in diesem „Koffer“ nicht drin. Kein Geld. Kein Reichtum. Sondern nur das gelebte Leben.
Jetzt, bin ich wieder wach gerüttelt. Doch wie lange? Wann wird der Tag erneut kommen, wo mir das System wichtiger erschient? Bis zu nächsten Warnschuß? Oder ist man für andere dieser Warnschuß?
Deine Reise war hier auf Erden zu Ende. Die Erfahrungen, die deine Seele sammeln sollte waren vollendet. Wenn ich nun in den Nachthimmel schaue, oder meine Gedanken beim Universum sind, ist es ein ganz anderes Gefühl wie zuvor.
Deshalb ist meine Botschaft an euch: Versucht jeden Tag etwas wertvolles, etwas wundervolles zu erleben, zu spüren und zu fühlen. Verschiebt es nicht, sondern erlebt es jetzt!
Morgen könnte es zu spät sein …
Ich stiller Trauer und Dankbarkeit.
Marcus




15.10.2025
Zumindest fürs erste. Scheitern ist keine Option! Nicht alles läuft wie geplant. Heute möchte ich mit dir über ein aktuelles Projekt sprechen. Doch auch dies hat eine Vorgeschichte. Vor fünf Jahren hatte ich beschlossen, mein erstes Buch über Amazon zu veröffentlichen, weil ich mir nicht sicher war ob das Thema, über das ich damals geschrieben hatte, bei einem Verlag Anklang finden würde. Seither habe ich alle meine Bücher über dieses Portal zu dir gebracht da es mir wichtig war authentisch zu bleiben. Ich wollte keine auferlegten Regeln und Richtlinien.
Bis jetzt war ich immer zufrieden mit KDP, da es mir alle Möglichkeiten bietet, wie ich meine Bücher im Selbstverlag veröffentlichen kann. Doch bei meinem aktuellen Vorhaben stößt dieses Portal nun an seine Grenzen.
2024/2025 habe ich das Buch „Ein deutsches Buch aus Böhmen – Auf den Spuren von Anton Paudler“ herausgebracht. Zum Abschluss meines Herzensprojektes wollte ich eine „Hardcover – Version“ veröffentlichen. Bei diesem Buch sollten alle drei Bände zusammengefaßt werden.
Als ersten Schritt hatte ich (wie bisher auch) mein Buch bei KDP angelegt und alle erforderlichen Angaben gemacht. Was im übrigen nicht in 5 Minuten geschehen ist. Das kostete Zeit und so mache Nerven. Als ich fertig war lud ich das Manuskript hoch. Vollster Zufriedenheit und Zuversicht es bald nach draußen geben zu dürfen.

Doch dann ploppte eine Fehlermeldung auf!!!
Was ich nicht wusste? Bei Amazon (KDP) sind nur Hardcover – Bücher bis zu 550 Seiten erlaubt. Mein Buch hat aber 630 Seiten. Wie du dir sicher vorstellen kannst, war mein Frust groß. Ich hatte mir das so sehr gewünscht. Nachdem der Schock langsam gewichen ist dachte ich: „Nicht unterkriegen lassen“.
Ich begann nach anderen Online-Portalen zu schauen. Versuchte es bei epubli. Auch dort kann man Bücher veröffentlichen und drucken lassen. Ich erstellte mir einen Account, machte wieder alle erforderlichen Angaben, lud mein Manuskript hoch und traute meinen Augen nicht. Für eine Hardcover – Variante mit den erwähnten 630 Seiten verlangte epubli einen Produktionspreis von 52,01€. Für welchen Betrag bitte schön soll ich das Buch verkaufen???
… also alles abgebrochen und es bei BoD versucht. Auch da waren die Kosten exorbitant. Auch dieser kommt für mich nicht in Frage. Aber ich werde nicht aufgeben und versuche es weiter. Zwar wird mein Zeitplan nicht mehr aufgehen, aber wenn das Buch zu dir kommen darf, werden sich Wege auftun.
Ich habe vertrauen! In mich und meine Fähigkeiten.
Ich habe begonnen Verlage anzuschreiben und bin sehr gespannt. Einer hat sich bereits zurück gemeldet und bittet um zwei Wochen Bearbeitungszeit. Es wäre für mich absolutes Neuland mit einem Verlag zusammenzuarbeiten.
Schauen wir mal und drück mir die Daumen. Ich hoffe sehr, dass ich dieses Buch verwirklichen und somit meinem Herzensprojekt abschließen darf.
Bis zum nächsten Mal
Dein Marcus
(Ps: Wenn dir meine Gedanken gefallen und du keine verpassen möchtest, dann schick mir gern eine eine Mail an info@marcuspaudler.de und du erhältst von mir eine Benachrichtigung, wenn ein neuer Artikel erscheint. Natürlich freue ich mich sehr, wenn du mich unterstützt und meine Beiträge teilst.)




04.10.2025
Auch wenn man den Eindruck hat, das „Gendern“ langsam aus der Mode gekommen ist, möchte ich dennoch diesem Thema nochmals eine Plattform bieten. Warum? Mich brachte eine anonyme Mail über meine Homepage dazu. Zwar sind solche Mails keine Seltenheit aber es gibt die ein oder andere, die einem zum Nachdenken bringen.
Doch zunächst nochmals mein klares „Nein“ zum Gendern.
Vor zwei Jahren hatte ich bereits ausführlich in meinem Podcast darüber gesprochen und ich hatte dies in dem ein oder anderen post zum Thema gemacht. Danach hatte ich mir geschworen, nicht mehr darüber zu sprechen oder zu schreiben. Aber nach dieser Mail muss ich ein Statement dazu geben.
Jeder darf „Gendern“ so halten oder so gestalten wie er es möchte. Ich sage auch zu niemanden: „Du Genderst? Du hast doch nicht alle Latten am Zaun!“ Ich nehme es zur Kenntnis und gut. Ich bilde mir meine eigene Meinung. Also wenn ich das nicht möchte oder tue, dann bitte ich auch um Verständnis. Denn das ist meine Haltung und Meinung die ich vertrete. Ich respektiere die, die es tun schließlich auch.

„Auslöser war ein Post den ich kürzlich gemacht habe um mich bei meinen „Lesern“ zu bedanken. Wenn ich „Lesern“ schreibe, beziehe ich alle mit ein. Alle die meine Texte und Bücher lesen. Ganz gleich ob w/m/d oder für was immer du dich gerade fühlst.
Eine weitere Reaktion, in der besagten Mail, war auf „Ein deutsches Buch aus Böhmen“ bezogen. Es wäre nicht mehr zeitgemäß und wie könnte man solche Texte in unserer Zeit neu veröffentlichen.
Es wäre eine Beleidigung pur!
Daher möchte ich nochmals darauf eingehen, was mir bei diesem Projekt so wichtig war … Die alte deutsche Sprache ist ebenso ein Erbe aus längst vergangener Zeit, wie alles andere auch. Daher ist es logisch, dass vor 130 Jahren anders gesprochen, geschrieben und sich ausgedrückt wurde. Mir war es wichtig, dieses Erbe, das uns Anton Paudler hinterlassen hat, nicht zu zerstören. Daher habe ich seine Worte, seinen Ausdruck und seine Schreibweise in seinen Kapiteln so belassen wie sie waren.
Als ich mich für dieses Projekt entschieden hatte, war mir bewusst, dass dies für Zündstoff sorgen würde. In seinen Texten fallen noch Wörter wie zum Beispiel: „das Weibsbild“. Damals vollkommen normal. Es war mir wichtig, nachfolgenden Generationen diese Ausdruck- und Schreibweise weiterzureichen. Sie muss nicht in Vergessenheit geraten. Warum auch?
Es ist ein Teil unserer Geschichte.
Daher nochmals meine Bitte: Ich behandle jeden, der Gendern möchte mit Respekt und es ist nicht zuviel verlangt, dass man mir diesen Respekt ebenso entgegen bring. Keiner ist gezwungen meine Texte zu lesen. Ich für mein Teil lese Texte in denen gegendert wird nicht weiter. Für mich wird dadurch ständig der Lesefluss gestört. Ebenso schalte ich ab, wenn in einem Beitrag beim Sprechen gegendert wird. Ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich konzentriere mich dann so auf dieses: innen, dass ich nicht mehr folgen kann und möchte.
Vielen Dank für deinen Respekt. Bis zum nächsten Mal …Dein Marcus
(Ps: Wenn dir meine Gedanken gefallen und du keine verpassen möchtest, dann schick mir gern eine eine Mail an info@marcuspaudler.de und du erhältst von mir eine Benachrichtigung, wenn ein neuer Artikel erscheint. Natürlich freue ich mich sehr, wenn du mich unterstützt und meine Beiträge teilst.)




23.09.2025
Ich möchte dir heute nicht nur ein Buch vorstellen, sondern ich durfte M.R. Schindler die Frage stellen: Was bewegte M.R. Schindler „MartinsFeuer“ zu schreiben?
Doch beginnen wir von vorn. M.R. Schindler und ich kennen uns bereits seit einigen Jahren. Wenn ich mich recht erinnere seit meinem Erstlingswerk: „Schwule sind doch immer nett …“.
Warum schreibe ich in diesem Artikel über M.R. Schindlers Buch?
Ganz einfach, es ist wundervoll, wenn man etwas zurückgeben kann und ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit dazu habe. Klar ist auch, ich würde das nicht machen, wenn ich von etwas oder einer Sache nicht 100%ig überzeugt wäre. M.R. Schindler war oft „Testleser“ meiner Bücher, noch bevor ich sie veröffentlichte. Daher zögerte ich keine Sekunde, als ich gefragt wurde „Testleser“ zu sein. Ich durfte als einer der ersten überhaupt das Manuskript von „MartinsFeuer“ lesen.

Ich habe M.R. Schindler gefragt, was die Beweggründe waren „MartinsFeuer“ zu schreiben! Hier ist die Antwort:
„Für mich ist gemeinsame Zeit das Wertvollste, was mir ein Mensch schenken kann.
Und manchmal sind es nur wenige Minuten, die unser Leben verändern können, auch wenn wir es zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnen.
Es war im Sommer 2023, als ich Marcus zum ersten Mal persönlich treffen durfte. Aus einem monatelangen Kontakt über Instagram wurde ein Treffen, das vom ersten Moment an von Offenheit und Vertrauen geprägt war. Gerade so, als würden wir uns schon seit vielen Jahren kennen. Bei einer gemeinsamen Wanderung auf dem Hündle, einem beliebten Wandergebiet in Oberstaufen, durfte ich ein wunderschönes Stückchen Natur hautnah erleben und von Marcus einiges über deren Entstehung erfahren. Und dann kam der Moment, der sich in meine Erinnerungen brannte. Nur ein kurzer Moment, der mir eine Gänsehaut bescherte. Der mir Bilder in meine Gedanken schickte, die ich nicht mehr vergessen sollte. Doch da hatte ich noch keine Ahnung, was schon bald daraus werden würde …
Wir gingen weiter. Sprachen über dies und das. Und selbst am nächsten Tag bei einem Abschiedskaffee waren meine Gedanken ganz bei unserem Lieblingsthema. Dem Schreiben, das uns beiden so viel mehr als nur Hobby bedeutet. Abtauchen in eine andere Welt. In die Gefühle der Protagonisten schlüpfen. Mit ihnen lachen und weinen. Sich mit ihnen verlieben und den Schmerz spüren, wenn ihre Liebe zerbricht.
Und dann hieß es Abschied nehmen. Das schöne Allgäu verlassen und mit dem Zug zurück nach Mannheim fahren, meiner Heimatstadt, mit der ich seit meiner Geburt verwurzelt bin. Doch als ich aus dem Zug stieg, hatte ich nicht nur meinen Koffer und viele wunderschöne Eindrücke im Gepäck, sondern bereits den Epilog zu einer Geschichte, die mich von da an nicht mehr losließ.
Eine Geschichte, aus der ein Buch entstehen durfte, in dem sich meine Fantasie und unsere Gespräche und Eindrücke von unserer Wanderung zu einer spannenden Reise zusammenfügten. Marcus war einer meiner ersten Testleser und darf hier gerne seine Eindrücke mit Euch teilen …“ – von M.R. Schindler
Was bleibt zu sagen?
Mich hat „MartinsFeuer“ einfach nicht mehr losgelassen und ich finde dieses Buch absolut empfehlenswert. Daher hier mein Eindruck zu diesem Werk:
Das Erstlingswerk von M.R. Schindler schafft es nicht nur den Spannungsbogen hochzuhalten, sondern es ist mit einer Leichtigkeit geschrieben, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Man will wissen wie es weitergeht, fiebert mit und gerade wegen diesem leichten Schreibstil hat man das Gefühl live dabei zu sein.
Eine gelungene Mischung aus Mystery und Thriller. Dennoch kommt die Liebe nicht zu kurz. Es zeigt was wahre Liebe aushalten und überdauern kann. M.R. Schindler wagt sich mit dem Thema „Seelenwanderung“ an ein Thema, welches nicht alltäglich ist und hat es geschafft den Leser im Anschluss über dieses Thema nachdenken zulassen.
Was harmlos beginnt, zeigt sehr schnell, was die Albträume mit der Hauptfigur Martin anstellen. Was ist Realität und was spielt sich nur in seinem Kopf ab? Wem kann er vertrauen? Wer wird ihm glauben? Martin muss sich seinen Ängsten stellen und kehrt an den Ort zurück, wo alles begann. Er begibt sich auf die Reise um die Rätsel seiner Albträume zu lösen und entdeckt unvorstellbares.
Wer spannende und fesselnde Geschichten liebt, für den ist „MartinsFeuer“ ein absolutes Muss, da dieses Werk viele Überraschungen parat hält.
MartinsFeuer – ein grandioses Erstlingswerk, dass in jede Buchsammlung gehört. Ich kann es wärmstens weiterempfehlen und ich freue mich auf weitere Bücher von M.R. Schindler.
Wer es noch nicht kennt und neugierig geworden ist, dann klick gerne hier: MartinsFeuer von M.R. Schindler
Bis zum nächsten Mal …
Dein Marcus
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10.09.2025
Im Juni durfte ich Stephano auf seinem Blog „Rede und Antwort“ stehen. Warum war dieses Interview etwas ganz Besonderes für mich? Doch zuvor ein paar Worte über Stephanos Blog. Stephano hat es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur queeren Autoren und Autorinnen eine Plattform zu bieten, sondern es besteht die Möglichkeit queere Autoren gebündelt an einem Ort zu finden.
Wer queere Literatur mag, ist bei Stephano genau richtig. Ein kleiner Nebeneffekt, er bietet Autoren die Chance zu mehr Sichtbarkeit.
Ein Strohhalm, an dem wir uns alle klammern.
„Mehr Sichtbarkeit …“
… Denn ohne Sichtbarkeit verkaufen wir keine Bücher und können unsere Geschichten, unsere Botschaften nicht erzählen.
Die queere Literatur ist ohnehin ein Randgenre. Denn wir schreiben nicht für die breite Masse, sondern haben gezielte Leser und Leserinnen. Daher ist es um so wichtiger, dass es solche Möglichkeiten gibt – wie Stephanos Blog.

Oft erfährt man Ablehnung bei Interviewanfragen, weil man als Autor aus solch einem Genre nicht gerade gefragt ist. Die, die in der Öffentlichkeit gesehen werden sind meist die, die polarisieren.
Was das queere Leben betrifft gehen wir seit einiger Zeit wieder Rückwärts. Warum? Das ist ein anderes Thema und eine zu lange Geschichte. Darüber möchte ich ein anderes Mal berichten. Ich habe so viel zu diesem Thema zusagen, dass ich einen separaten Beitrag dazu schreiben werde.
Zurück zum Blog von Stephano. Er schickte mir Fragen die ich beantworten durfte. Darunter waren zum Beispiel folgende:
Wenn du das Interview noch nicht kennst und dich meine Antworten auf diese Fragen interessieren, dann klick gerne hier: Marcus im Interview mit Stephano
Bis zum nächsten Mal …
Dein Marcus
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Marcus im Interview mit Stephano bitte mit folgendem Link hinterlegen: Marcus Paudler - Stephano




28.08.2025
Wie oft hast du diese Aussage schon gehört? Oder besser: Wie oft hast du das schon gesagt? So leichtfertig sind diese Sätze daher gesagt. Doch es steckt viel mehr dahinter als nur das Schreiben. Tatsächlich ist das Schreiben eines Manuskripts der kleinste Bruchteil. Es gehört weit mehr dazu, bis du ein fertiges Buch in der Hand hältst.
Es steckt nicht nur viel Arbeit dahinter. Sondern viel Leidenschaft und Herzblut. Eine Vision. Eine Botschaft. Oder vielleicht sogar die eigenen Erfahrungen. Warum schreib’ ich das? Vor kurzem habe ich mich mit einem Kollegen über genau dieses Thema unterhalten. Das hat mich veranlasst dir diese Gedanken mitzuteilen, weil ich sie für enorm wichtig halte.
Wenn man im Laden vor einer Bücherbox steht und diese Bücher zu einem Schleuderpreis verramscht werden, finde ich das mehr als nur traurig. Ich weiß, was für Arbeit dahinter steckt. Welch Herzblut, welch Gedanken und wie viele unzählige Stunden es gedauert hat dieses Buch in den Händen zu halten, was hier für 0,99 € vor dir liegt.

Daher möchte ich dich heute mitnehmen auf eine Reise. Welchen Weg ich gehe, bis du eines meiner Bücher in den Händen hältst. Im Augenblick stecke ich genau in so einem Prozess. Viele Stunden, Wochen und Monate durfte ich bisher damit verbringen, dass mein Buch „Ein deutsches Buch aus Böhmen – Auf den Spuren von Anton Paudler Band III“ fertig wird. Viele weitere Stunden wird es noch benötigen.
Doch bevor ich beginne, möchte ich noch ein paar andere Worte an dich richten, die mir auf der Seele brennen. Lange war es ruhig auf meinem Blog. Es war ein großer Spagat zwischen Vollzeitjob, in dem es die letzten Monate turbulent zuging, und der Welpen Versorgung. Wer es mitbekommen hatte, der weiß, dass unsere Happy Ende Mai acht gesunde Welpen auf die Welt gebracht hatte. Ich will aber nicht jammern und es schönreden, dass ich die letzten Wochen nicht präsent war.
Nennen wir es beim Namen – mangelnde Selbstdisziplin.
Ich hatte schlichtweg andere Prioritäten. Auch wenn das schlechte Gewissen mich täglich daran erinnert hat, wieder etwas zu schreiben, an meinen Sozial – Media Kanälen zu arbeiten um dir Content zu bieten oder gar die Fertigstellung von Band III. Ich gelobe Besserung, das möchte ich hier und jetzt versprechen. Die Welpen haben inzwischen wundervolle neue Besitzer gefunden und so kann ich mir beruhigt die Zeit nehmen um weiter an meinem Schriftstellerleben zu arbeiten.
Aber nun zurück zum Thema:
Ich möchte noch betonen, dass ich hier rein aus meiner Sicht schreibe. Ich arbeite mit keinem Verlag zusammen, was heißt, dass ich vieles selbst erledige, was sonst ein Verlag übernimmt. Aber, darüber möchte ich nicht spekulieren, da ich keine Erfahrungen mit einem Verlag habe. All meine Bücher habe ich in Selbstregie veröffentlicht.
Sprechen wir über mein Werk: „Ein deutsches Buch aus Böhmen – Band III“, da ich im Augenblick mittendrin bin – im Geschehen:
„Auf den Spuren von Anton Paudler“
Ich knüpfte Verbindungen zu Heimatvereinen. Schrieb Kirchen- und Stadtarchive an um an Informationen zu gelangen. Außerdem nutze ich das Internet (wobei ich hier sehr vorsichtig war). Warum habe ich das gemacht? Seit dem Werk von Anton Paudler sind 130 Jahre vergangen und ich fand es sehr interessant zu erfahren, was aus manchen Gebäuden oder Gegenden geworden ist, nachdem er sie bereiste und nach all den vielen Jahren. (Recherchen ca. 6 Monate)
„Bis du ein fertiges Buch in den Händen hältst, hat der Autor locker einen fünfstelligen Geldbetrag augegeben.“
Wie bereits Anfangs erwähnt, das Schreiben eines Manuskripts ist nur ein Bruchteil dessen, was ein Schriftsteller im Selfpublishing an Tätigkeit hat.
Ich hoffe, du kannst ein wenig verstehen, warum ich es mehr als traurig finde, wenn manch Bücher einfach verramscht werden und vielleicht siehst du das jetzt anders, wenn du ein Buch für 0,99€ in den Händen hälst.
Vielen fehlt schlichtweg die Info was alles dahinter steckt. (Vieles wusste ich vor meinem ersten Roman auch nicht). Ich habe versucht mich kurz zu fassen. Über die Entstehung eines Buches könnte ich ein Buch schreiben. *lach
Danke fürs lesen und sollte dich ein bestimmter Punkt genauer interessieren wo du noch mehr Infos möchtest, schreib mir gern eine Mail an info@marcuspaudler.de
Bis zum nächsten Mal
Dein Marcus
(Ps: Wenn dir meine Gedanken gefallen und du keine verpassen möchtest, dann schick mir gern eine eine Mail an info@marcuspaudler.de und du erhältst von mir eine Benachrichtigung. Natürlich freue ich mich sehr, wenn du mich unterstützt und meine Beiträge teilst.)




02.06.2025
Wie kannst du für dich beurteilen, dass das die Wahrheit ist? Ich finde, dass es immer weniger Freude macht auf Social – Media unterwegs zu sein. Es geht nur noch um schreckliche und negative Dinge, die auf der Welt passieren. Klar, bringt dies eine Vielzahl an Klicks inzwischen. Vielleicht geht es auch nur mir so und der Algorithmus zeigt mir solche Dinge, weil ich zu lange damit verweile. Aber warum eigentlich? Machen wir das automatisch?
Facebook zum Beispiel ist voll davon. Natürlich ist es wichtig, Menschen in der Angst zu halten. Sonst werden sie zu groß, zu weitsichtig, stellen zu viele Fragen oder lassen sich nicht mehr so viel gefallen, als wenn sie nicht ängstlich sind. Wenn wir in unseren Ängsten gefangen sind, dann brauchen wir jemanden, der uns führt. Der uns hilft den Weg zu sehen oder zu finden und bevor wir uns versehen, sind wir wie Schafe, die „einer Wahrheit“ hinterherlaufen. Ohne die Dinge zu hinterfragen. Ohne kurz innezuhalten, um über das Gesehene nachzudenken. Wir glauben einfach. Vielleicht auch, weil es viele tun. Weil viele diesen Weg gehen und dann kann es ja nicht falsch sein. Oder?

Mit Zunahme der KI ist das Erkennen der Wahrheit noch komplizierter geworden. Es sind so viele Falschinformationen unterwegs und ich es wird zunehmend schwieriger, diese zu erkennen. Was ist real? Was nicht? Wird hier eine Realität aufgebaut, die gar nicht existiert? Schon viele Jahre schau ich keine Nachrichten mehr. Es ist das Schlimmste, was man machen kann bevor man schlafen geht. Die Nachrichten sind gespickt von negativen Dingen die einen in Angst und Schrecken versetzen. Kurze Zeit später gehst du mit diesen Informationen schlafen und verarbeitest sie im Schlaf. Gesund ist was anderes! Nun stellt sich mir die Frage: Reicht das nicht mehr aus? Ist Facebook & Co nicht genauso? Gespickt mit negativen Dingen?
Es ist inzwischen schon so weit, dass Personen mit KI produzierten Videos benutzt werden, die schon vor langer Zeit verstorben sind. Zum Beispiel Vera F. Birkenbihl. Es kursieren Videos im Netz was sie angeblich gesagt hat. Doch schon anhand der Stimme ist zu erkennen, dass dies KI gemacht ist. Viele hinterfragen nicht mehr und für sie ist das real!
Wenn wir ein paar Jahre in die Zukunft schauen, haben die Menschen dann gänzlich die Realität verloren? Nicht falsch verstehen, durch die KI ermöglichen sich ganz neue Möglichkeiten. Aber zu welchem Preis? Was soll man noch glauben und was nicht?
Vor kurzem habe ich einen Bericht gesehen, zu was die KI bereits imstande ist. Klar ist es schön, wenn wir Dinge im Internet angezeigt bekommen, die uns interessieren. Aber wie weit wird das gehen? Vieles ist inzwischen miteinander verknüpft. Wir werden immer durchsichtiger. Wie man so schön sagt: „gläserner“. In dem Bericht wurde unter anderem gesagt, dass eine KI durch deinen Standort die Kaufkraft erfaßt. Sie durchforstet deine Posts, Freunde usw. um anschließend die Preise im Online-Shop anzupassen. Ist die Kaufkraft hoch, werden dir teurere Produkte angezeigt. Ist das real? Oder stimmt das gar nicht? War vielleicht sogar dieser Bericht ein Fake?
Also, was soll man glauben und was nicht? Finden wir uns auf kurz oder lang in einer Matrix wieder? Wird irgendwann die Realität auf uns abgestimmt? Oder wird uns eine vorgegaukelt? Viele Filme aus der Vergangenheit galten damals als Science – Fiction. Doch war es eine Botschaft für das was kommen wird? Einiges ist inzwischen Realität geworden.
Wahnsinn, es ist erschreckend, wenn man darüber nachdenkt. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich die letzten Monate ganz schlecht Zugang zu Social – Media bekomme. Es macht wenig Spaß und gefühlt ist es immer das gleiche. Natürlich ist es auch ein enormer Zeitfresser. Wir verbringen so viel Zeit am Handy und ...
„Wir scrollen uns durchs Leben.“
Finden wir dort zum Beispiel die Schönheit der Natur? Reichen uns dazu inzwischen Bilder aus dem Internet? Zieht deshalb, Woche um Woche, Monat um Monat an uns vorbei und wir haben das Gefühl die Jahre vergehen wie im Fluge? Ich denke, wir sind so in unserer Rutine gefangen, dass wir daher haben wir das Gefühl haben das Leben rennt an uns vorüber.
Geh raus, entdecke was Neues. Geh neue Wege. Durchbrich deine Gewohnheiten.
Nimmst du dir noch die Zeit und beobachtest den Sternenhimmel? Lauschst du dem Gesang eines Vogels? Beobachtest du wie sich die Blätter eines Baumes im Wind bewegen? Ohne Handy? Ohne gleich Bilder davon machen zu müssen um sie anschließend zu posten?
Wir werden noch spannenden Zeiten entgegen steuern. Aber so ist das mit Übergangsgenerationen. In meiner Kindheit gab es kein Handy oder Internet. Wir waren fast den ganzen Tag in der Natur unterwegs. Die Kinder heute, wachsen mit dem Internet auf. Sie können sich meine Kindheit nicht mehr vorstellen. Ist das gut oder schlecht? Sie kennen es ja nicht anders! Für sie ist es unvorstellbar. Kein Internet! Kein Handy! Keine Spielkonsole!
Ist das bei allen Generationen so, dass die Älteren es immer weniger verstehen können, was die jungen Generationen machen oder wollen. So hat alles seine Zeit und Berechtigung. Die jungen Menschen fänden es klasse, wenn eine KI in Form eines Roboters als Lehrer in der Schule fungiert. Für mich unvorstellbar! Meine Generation ist in solchen Dingen eventuell bereits ein Auslaufmodell.
Es gibt bereits auch die Möglichkeit seine Texte oder gar Manuskripte in Windeseile von einer KI verfassen zulassen. Ergo, werden all die Texter, Journalisten oder gar Schriftsteller schon bald von der KI ausgetauscht? Das wird die nahe Zukunft zeigen.
Zum Abschluß möchte ich eine Frage in den Raum stellen:
„Wir scrollen uns durchs Leben.“„Was machen all die Menschen eines Tages, wenn die KI immer mehr Aufgaben übernimmt?“
Bis zum nächsten Mal
Dein Marcus
(Ps: Wenn dir meine Gedanken gefallen und du keine verpassen möchtest, dann schick mir gern eine eine Mail an info@marcuspaudler.de und du erhältst von mir eine Benachrichtigung. Natürlich freue ich mich sehr, wenn du mich unterstützt und meine Beiträge teilst.)




07.05.2025
Der eine oder andere wird sich vielleicht denken können, worum es geht. Es ist ein Thema, dass mich die letzten Tage sehr beschäftigt hatte. Es ploppte immer wieder aufs Neue auf. Ich sprach mit einigen Bekannten darüber. Vielleicht ist es auch eine Art Aufarbeitung meinerseits. Apropos Aufarbeitung! Seitens der Politik sind immer noch viele Dinge ungeklärt und nicht aufgearbeitet, aber darüber will ich jetzt nicht urteilen. Nun, eigentlich wollte ich einen Beitrag über Naivität schreiben. Doch dieses Thema läuft uns nicht davon.
Sprechen wir über Gemeinschaft und darüber, wie sich die Bedeutung seit der Corona Pandemie verändert hat. Was sie mit uns gemacht hat! Wie sich die Menschen verändert haben. Viele Entscheidungen, die getroffen wurden, haben die Bedeutung von Gemeinschaft nachhaltig verändert.
Dieses Thema beschäftigt mich aber nicht nur, weil ich viel darüber gesprochen habe. Ich feile zur Zeit an meinem Vorwort für Band III von „Ein deutsches Buch aus Böhmen“. Hier spreche ich über Gemeinschaft. Denn um 1895 war die Bedeutung eine ganz andere wie heute.

Welche Bedeutung hatte es früher? Hier ein kleiner Auszug aus meinem Vorwort „Ein deutsches Buch aus Böhmen“ (Band III):
„… Es ist heute schwer vorstellbar, wie ein einfaches Landleben vor Jahrhunderten war! Die meisten Menschen arbeiteten auf dem Land. Viele waren einfache Bauern, die auf einem Dorf lebten. Eines können wir uns auf die Fahne schreiben und darüber nachdenken. Etwas, dass meines Erachtens die letzten Jahrzehnte immer mehr gelitten hat. Etwas, dass immer mehr in Vergessenheit gerät. Den früher war eines für die Landbewohner ganz wichtig. Gemeinschaft! Neben der Religion war die Dorfgemeinschaft wichtig, denn sie schützte die Menschen. Man half sich gegenseitig, wenn ein Dorfbewohner in Not geriet. An soziale Absicherungen wie eine Krankenversicherung war noch lange nicht zu denken. So konnten sich die Leute meist durch Nachbarschaftshilfe irgendwie unterstützen. Auch der Zusammenhalt der Familien war noch sehr viel größer. So kümmerte man sich auch um die Alten und Kranken, soweit das möglich war, denn alle kämpften ja ums Überleben …“
Fechten wir heute ganz andere Kämpfe? Oder geht es stets ums Überleben? Auch heute noch?
Werfen wir einen Blick in meine Kindheit. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich mich einsam gefühlt hätte. Das ich mir als Kind darüber hätte Gedanken machen müssen. Ich war stets umgeben von anderen. Nach der Schule war ich immer mit Freunden zusammen. Wir waren viel in der Natur und man musste mich, wenn es Zeit für das Abendbrot war, immer rufen. Handy oder Sozial – Media gab es nicht. Telefon Fehlanzeige. Wir verabredeten uns in der Schule für später und wenn jemand nicht erschien, wusste man er durfte nicht raus oder aber wir gingen zu ihm nach Hause und klingelten. Wir waren immer in Gesellschaft! Und Familie war noch eine ganz andere Gemeinschaft wie heute. Man sprach über den Tag, redete über aktuelle Themen. Es gab Spieleabende und es wurde viel gelacht. Auch wenn die Zeiten nicht einfach waren.
Gefühlt, starrt heute jeder nur in sein Handy. Man muss nur mal die Menschen beobachten, die in einem Café sitzen. Oder an der Arbeit im Pausenraum. Jeder ist mit seinem Handy beschäftigt. Gespräche Fehlanzeige. Sind wir doch mal ehrlich, diese „Handyzeit“ ist eine verlorene Zeit. Sie saugt uns regelrecht aus. Man bekommt so viele Informationen die unser Gehirn überfluten, dass wir im Anschluß unsere Ruhe brauchen und gar keine Lust mehr haben mit Menschen zu sprechen. Wir haben ja bereits genug Reize erlebt! Ist das richtig wie wir das machen? Fördern wir so nicht die Einsamkeit statt uns über Gemeinschaft oder Gesellschaft zu freuen?
Noch findet das Leben in der Realität statt! Aber wie lange noch? Wann werden wir nicht mehr unterscheiden können was real ist und was nicht? Die KI schreitet rasch voran und wird abermals die Bedeutung von Gemeinschaft verändern.
Wie schaut es nun mit der Gemeinschaft heute aus?
Vorweg möchte ich betonen, dass ich aus meiner Sicht der Dinge schreibe! Es sind meine Gedanken und Erlebnisse. Ich spreche nicht für die Allgemeinheit, glaube aber, dass sich manch einer hier wiederfindet.
Wir wurden buchstäblich gezwungen loszulassen …!
Ich denke, dass sich gerade in den letzten Jahren vieles Radikaler verändert hat. Und spürbar mache das die Corona Pandemie. Seit dem hat sich vieles verändert. Ich glaube, du weisst bereits auf was ich hinaus will? Genau, auf die Spaltung der Gesellschaft, die mit ihr einherging. Es gab die Guten, und die Bösen. Sprich, die geimpften und die ungeimpften. Ich habe das nie zu einem Geheimnis gemacht, dass ich mich nicht impfen lassen habe. Doch dies machte mich zu einem Menschen zweiter Klasse. Aber damit konnte ich umgehen. Ausführlich hatte ich bereits in meinem Podcast darüber gesprochen. Aber was machte diese Spaltung mit der Gemeinschaft?
Aus Freunden wurden Feinde, Familien zerstritten sich oder es wurde der Kontakt abgebrochen. Gemeinschaften zerbrachen. Aber was sagt das über uns aus? Jeder fing an, nur noch an sich zu denken. Jeder war sich selbst der Nächste. Ausgangsperren, Lebensmittelknappheit oder steigende Preise waren wie Öl, dass in das lodernde Feuer gekippt wurde. Es machte die Menschen aggressiver und zorniger. Von Gemeinschaft war nicht viel übriggeblieben. Es gab viele kleine Gruppenbildungen. Aber kann man hier noch von Gemeinschaft sprechen?
Während der Pandemie, war es für mich nicht schwer privat allein zu sein. Ich schätze diese Ruhe sogar sehr, da ich zu dieser Zeit intensiv an meinem Roman „Gewagte Entscheidungen“ arbeitete. Außerdem, war ich Jobtechnisch viel mit Menschen in Kontakt, da ich in einem „systemrelevanten Job“ tätig war. Ich habe es hautnah miterleben dürfen, wie die Menschen immer aggressiver, wütender und gleichgültiger wurden. Von Anspucken über körperliche Angriffe war alles dabei. Nicht nur gegen mich persönlich, sondern auch gegen Kollegen. Wenn man zu dieser Zeit einen Schritt zurück trat und beobachtete, war zu erkennen, wie sich die Menschen zu Zeiten der Ausgangspeeren veränderten. Jeder war sich selbst der Nächste. Ich erinnere mich nur zu gut an eine Aussage dir mir entgegen gebracht wurde. „Wir müssen Alle sehen wo wir bleiben. Wir Alle stehen mit dem Arsch an der Wand.“
Doch viele Menschen konnten mit der entstehenden Einsamkeit nicht umgehen. Denken wir an die alten Menschen, die in den Altersheimen nicht mehr besucht werden durften? An die Kinder, die keine sozialen Kontakte mehr haben durften! Ein Bekannter von mir nahm sich das Leben, weil er die Einsamkeit nicht mehr aushielt und damit war er nicht allein! Ich frage mich noch heute, wo ist da die Aufarbeitung seitens der Politik? Bis heute wurde sich für gemachte Fehler kaum bis gar nicht entschuldigt. Und trotzdem sollen wir der Politik weiter vertrauen? Aber ob das noch möglich ist, dass muss jeder für sich selbst beantworten.
Wenn soziale Kontakte wegbrechen oder Kontakte bewusst gemieden werden … Wo ist da noch von Gemeinschaft die Rede? Und wenn Menschen sich immer einsamer fühlen, was hat das mit Gesellschaft zu tun? Haben wir seitdem verlernt, offen auf Menschen zuzugehen? Ich denke, vielen fällt das schwerer als vor der Pandemie. Zu viele negative Erlebnisse wurden gemacht. Diese prägen wie alles andere. Ich hoffe sehr, dass jeder für sich, diese Aufarbeitung bewältigen kann und trotz allem was geschehen ist, offen auf andere Menschen zugehen kann. Ich hoffe, dass wir alle uns der Bedeutung von „Gemeinschaft“ wieder bewusst werden.
Den Gemeinschaft ist eine soziale Gruppe (beispielsweise eine Familie, Gemeinde, oder Freundeskreis), deren Mitglieder durch ein starkes „Wir-Gefühl“ eng miteinander verbunden sind – oftmals über Generationen. Die Gemeinschaft gilt als ursprünglichste Form des Zusammenlebens und als Grundelement einer Gesellschaft. Ich hoffe sehr, dass wir einander vergeben können und dass unsere Gemeinschaft wieder zusammenwachsen kann
…
Bis zum nächsten Mal
Dein Marcus
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28.04.2025
Im letzten Beitrag hatte ich es bereits angesprochen. Heute geht es um Kritik! Wie gehst du eigentlich mit Kritik um? Bist du Kritikfähig? Hast du dir darüber schon Gedanken gemacht? Oder gehörst du zu den Menschen, die mit Kritik gut umgehen können?
Bei mir ist das so eine Sache, früher konnte ich mit Kritik überhaupt nicht umgehen. Warum? Weil ich es jedem recht machen wollte. Das lag in meiner Natur seitdem ich denken kann. Daher war es ein großer Lernprozess diesen Glaubenssatz abzulegen.
Wie du weißt, hatte es sehr viel Mut gebraucht mein erstes Buch „Schwule sind doch immer nett …“ zu veröffentlichen. Behandelt es doch sehr brisante Themen, wie Gewalt in gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Hass gegen Menschen, weil sie Schwul sind oder aber auch über sexuelle Übergriffe. Mir war zwar klar, dass es nicht nur Jubelschreie geben würde, was aber mit zunehmender Sichtbarkeit für eine Lawine auf mich zurollte, damit hätte ich im Leben nicht gerechnet …

Mein Ziel war es, anderen zu zeigen, dass sie mit ihren Ängsten nicht alleine sind. Das war meine Passion. Darüber hatte ich bereits geschrieben. Sehr schnell wurde jedoch aus Kritik Hass! Es gab Menschen, die übten keine Kritik an meinem Buch oder an meinem Schreibstil aus, sondern griffen mich als Person an. Vielleicht war ich einfach zu Naiv! Ich gehöre zu den Menschen, die an das Gute glauben und wollte ich doch mit diesem Buch etwas Gutes tun. Ich war davon überzeugt, dass es die Personen erreichen würde, die es erreichen sollte. Ich glaube an Gerechtigkeit und dass das Karma es richten wird. Es gibt jedoch Menschen, die mit einer Kritik um die Ecke kommen, wo man sich fragt, ob es noch um Kritik geht oder ist es doch eher Hass.
Bitte nicht falsch verstehen. Ich schätze Kritik sehr. Wir wachsen daran. Wir entwickeln uns weiter. Aber selbstverständlich nur, wenn sie konstruktiv ist. Wenn man darüber nachdenken kann und sie uns weiterbringt. Aber wenn sie nur dazu benutzt wird um anzugreifen, eine andere Person schlecht zu machen und wenn das gesagte oder geschriebene unter die Gürtellinie geht ist das keineswegs mehr konstruktiv!
Es häuften sich Aussagen, die nicht über mein Buch handelten, sondern die mich als Person angriffen. Ich habe dir mal ein paar Beispiele mitgebracht:
Und so weiter. Ich könnte die Liste noch verlängern, aber ich denke das reicht. Wir lassen das jetzt mal sacken! Am Anfang haben mich diese Nachrichten sehr beschäftigt und ich hatte schlaflose Nächte. Bis ich schließlich erkannt habe, dass das nicht meine Probleme waren. Ich hatte es tatsächlich zugelassen, dass diese Menschen ihre Probleme zu meinen machten.
Zum einen kannte ich diese Menschen nicht und zum anderen was wollten sie mir damit sagen? Hatten sie versucht alles schlecht zu reden was ich tat? Es sind Personen die sich hinter ihrer Anonymität im Internet verstecken und ich möchte behaupten, dass solche Menschen nie die Eier in der Hose hätten, dir solche Dinge persönlich ins Gesicht zu sagen.
Kennst du das? Solche Kritik oder auch Hass an deiner Person? Wie bist du damit umgegangen? Was geht nur in solchen Köpfen vor? Oder ist es einfach der Neid, weil andere Menschen ihre Ziele und Träume nicht so umsetzen können wie sie es gerne hätten und du das aber kannst?
Wie du liest, beschäftigen mich immer viele Fragen. Beziehungsweise ich stelle mir immer viele. Diese Äußerungen gingen so weit, dass ich alles in Frage gestellt habe, was ich gemacht hatte. Und wieder gingen mir Fragen durch den Kopf! War meine Entscheidung richtig? Bin ich auf dem richtigen Weg? Was habe ich falsch gemacht? Stoße ich Menschen vor den Kopf? Ich denke, du kennst das auch. Auch du wirst dir sicher schonmal die ein oder andere Frage gestellt haben.
Inzwischen habe ich gelernt, solche Kritik oder solche Äußerungen an mir abprallen zu lassen. Natürlich gibt es Tage, da geht das besser und es gibt aber auch Tage da fällt mir das schwerer. Trotzdem, es sind die Probleme derer und nicht meine. Und ich weiss warum ich diesen Weg eingeschlagen habe und ich kenne meine Ziele, Träume und Wünsche. Das lasse ich mir sicher nicht von solchen Menschen kaputtmachen und das solltest du auch nicht. Wenn du solche Erfahrungen bereits machen musstest.
Zu Beginn schrieb ich, ob ich einfach zu Naiv war! Ich finde, das ist ein interessanter Gedanke. Ein gutes Thema für meinen nächsten Beitrag.
Was ich dir noch auf deinen Weg mitgeben möchte:
„Glaub an dich, an deine Ziele, deine Träume, deine Wünsche und sei stets dankbar. Es macht dich stärker, härtet dich ab und sehr schnell liest du solche Kritik mit einem Lächeln. So wie ich das inzwischen machen kann.“
„Es ist dein Weg! Es ist dein Traum! Vergiss das nie.“
Bis zum nächsten Mal
Dein Marcus
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16.04.2025
Mein Plan war es, einmal in der Woche einen Blogartikel zu schreiben. Das hat ja wunderbar geklappt!
Was ist passiert? Man hat Ziele und Pläne und einen festen Willen. Doch dann kommt aus heiterem Himmel das Leben dazwischen. Kennst du das auch? Das deine Ziele und Pläne verschoben werden müssen und nicht alles so funktioniert wie du dir das vorstellst?
Das ging nun wahrlich schnell bei mir. Was mich natürlich mehr als nur ärgert. Das kannst du dir sicher vorstellen. Mangelnde Vorbereitung für dieses Projekt? Hmm …Vielleicht … oder doch eher wahrscheinlich. Klar, ich hätte einige Blogbeiträge im Voraus fertig stellen können. Aber wäre das richtig gewesen? War es doch mein Ziel über meine Gedanken und Empfindungen zu schreiben und diese sollten Zeitnah sein und nicht Monate her.
Vielleicht bin ich da doch nicht ganz am Ziel vorbei geschossen! Aber so ist das mit der Selbstkritik … Apropos Kritik! Darüber werde ich dir im nächsten Beitrag mehr erzählen. Aber nun zurück zu den Zielen und Plänen.
Das Leben kam dazwischen. Was meine ich damit? Es haben sich unwahrscheinlich viele Baustellen aufgetan die letzten Wochen. Ich dachte, ach so ein Umzug machst du mit links. Das klappt schon! Neben einem Vollzeitjob, meiner Schriftstellerei und einem Pferdestall. Aber ich habe es unterschätzt. Es waren mehr Baustellen als ich gedacht hatte.
Wenn etwas abgehakt war, dann kamen gleich zwei neue Baustellen dazu und irgendwann kommst du an einen Punkt wo du selber merkst, jetzt darfst du dir deine Kraft einteilen sonst macht es einen Schlag. Ich denke, du kennst das sicher auch oder hast das schon mal erlebt.
Man setzt sich Prioritäten.Doch gleichzeitig plagt dich das schlechte Gewissen:
Warum hab ich nicht …
Aber eigentlich wollte ich …
Meine Pläne sind doch …
Ich muss doch … usw.
Muss!!! Das ist mein absolutes Hasswort. Welches ist deins? Müssen … tun wir gar nichts. Es ist eher das Gewissen was uns in diese Zwänge treibt. So ist es auch beim Schreiben. Ich müsste weiter an meinem neuen Roman schreiben. Doch muss ich das? Warum? Aus Angst in Vergessenheit zu geraten, weil ich nicht zeitnah abliefere?
Das ich uninteressant werde, weil nichts Neues erscheint? So wie bei Sozial – Media? Wenn du nicht am Ball bleibst und ständig was Neues lieferst bist du nicht mehr interessant. Aber ist das der Sinn des Ganzen? Mich macht diese Denkweise zur Zeit sehr müde. Ein Grund, warum es um mich die letzten Monate etwas ruhiger geworden ist, bei Sozial – Media.
Wie siehst du das? Ich lade dich gern dazu ein einen Augenblick Inne zu halten und über all die Fragen nachzudenken die ich gerade in den Raum geworfen habe!
Läuft bei dir auch alles auf ein „ich muss doch“ hinaus? Denkst du auch so darüber, dass du deiner Community immer wieder was Neues bieten musst, sonst bist du weg vom Fenster? Zu diesen Gedanken würde ich mich über einen Austausch freuen. Vielleicht habe ich mich einfach selbst in eine Sackgasse manövriert.
Aber eines ist doch ganz wichtig. Wir sollten die Momente und Augenblicke genießen. Das ist es was zählt! Nichts anderes ist von Bedeutung, wenn wir ehrlich zu uns selbst sind. Wir denken viel zu viel an die Vergangenheit. Planen gedanklich unsere Zukunft und vergessen dabei völlig den Augenblick. Aber er ist doch das Wichtigste überhaupt!
Der Augenblick kommt nie wieder zurück. Es ist unser hier und jetzt! So wie ich gerade an diesem Beitrag schreibe. Es sind Gedanken die mich im Augenblick beschäftigen und passen so gar nicht in meinen Ablauf den ich mir fest vorgenommen hatte! Aber das hier zu schreiben, war für mich jetzt viel wichtiger. Ich hoffe, du kannst das verstehen und nachvollziehen.
Wenn du das jetzt liest ist es bereits meine Vergangenheit. Verrückt, oder? Schauen wir mal, was die nächsten Tage passiert und ob ich dann an meinen Plan weiter festhalten kann und möchte … Ich danke dir von Herzen fürs lesen und vielleicht erkennst du dich sogar wieder?
Bis zum nächsten Mal …
Dein Marcus
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28.03.2025
Wie du bereits weisst, hatte ich meine Erfahrungen aufgeschrieben und es wuchs der Wunsch, diese Erfahrungen zu teilen. 2014 war für mich ein prägendes Jahr mit vielen Schicksalsschlägen.
Da saß ich allein an Heiligabend, mit einem Glas Wein, auf meinem Sofa und grübelte über alles mögliche nach. Plötzlich kam mir dieses Büchlein wieder in den Sinn. Ich kramte es hervor und begann darin zu lesen. Das war der Startschuß zu meinem ersten Roman. Ich setzte mich an meinen Laptop und begann, diese Notizen zu einer Geschichte zu kreieren.

So war es, dass ich mich Weihnachten nicht mehr alleine fühlte, sondern es katapultierte mich in meine Vergangenheit und ich konnte so meine Erfahrungen auf meine eigene Weise verarbeiten und reflektieren.
So weit so gut! Die Geschichte war geschrieben, doch es stellte sich nicht dieser innere Frieden ein, wie ich erwartet hatte. Das Jahr 2015 war noch sehr jung, als ich dieses Manuskript einer Freundin zum lesen gab. Nur wenige Tage später saß sie bei mir und ihre Blicke ließen erahnen, dass sie nach den richtigen Wörtern suchte. Wenn ich mich so zurückerinnere … wie nervös ich doch in diesem Augenblick war. Ich hatte Angst, dass es ihr überhaupt nicht gefallen hatte.
Diese Freundin kannte bereits einige Erfahrungen, die ich gemacht hatte, und doch hatte ich große Angst. Würde sie mich mit ganz anderen Augen sehen? Würde sie mich nicht verstehen? Oder mir gar die Freundschaft kündigen? Aber Moment, dann wäre sie nicht gekommen …
Sie schaute mich an und begann zu weinen. Ihren ersten Satz werde ich niemals vergessen. „Und ich dachte, Schwule sind doch immer nett!“ Ich war sichtlich erleichtert. Sie drängte mich damals mit dieser Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Doch meine Angst war zu groß. Was sollten die Menschen von mir denken? Eine toxische Beziehung zu einem Mann gehabt zu haben. Schwach gewesen zu sein! So vieles mit sich machen zu lassen? Nein! Dafür war ich noch nicht bereit. Also verschwand dieses Manuskript wieder in einer Schublade.
Erst 5 Jahre später erlangte dieses Manuskript wieder an neuer Bedeutung. Wegen eines Umzuges hielt ich es wieder in den Händen und der Wunsch wurde immer größer, es nun zu veröffentlichen. Ich war bereit!
Ich schmunzelte, als ich an die Worte einer Freundin dachte und der Titel meines ersten Buches war geboren.
Das dass Buch („Schwule sind doch immer nett …“) über eine toxische Beziehung und über Gewalt in gleichgeschlechtlichen Beziehungen bereit für die Öffentlichkeit war, bestätigten mich darin, dass ich bei meinen Recherchen an die richtigen Menschen geriet. Hatte ich doch überhaupt keine Ahnung, wie man ein Buch veröffentlichte!
Ich lernte einen unwahrscheinlich tollen Menschen kennen, dieser hier nicht genannt werden möchte, der mich seit Beginn meiner Reise unterstützt. Wir arbeiten inzwischen seit 5 Jahren zusammen und ich bin unendlich dankbar für diese Zusammenarbeit. Es ist erstaunlich, was man über die Jahre dazu lernt. Wie man sich weiterentwickelt und es ist verrückt wie viele Fehler ich am Anfang gemacht hatte.
Mit der Veröffentlichung kam auch viel Kritik! Darauf war ich gefasst und vorbereitet. Aber nicht in dem Ausmaß wie es war.
Aber das sind andere Geschichten …
Dein Marcus
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20.03.2025
Hey Du! Ich möchte dir zunächst danken, dass du dir die Mühe gemacht hast dich bis zu diesem Blogbeitrag zu klicken. Noch dankbarer bin ich, wenn du dir meine Gedanken durchliest. Genau darum geht es in meinem Blog. Ich schreibe über meine Gedanken und Empfindungen. Über Themen die mich bewegen und über das was mir gerade auf der Seele brennt.
Viele sagen inzwischen, dass ein Blog schreiben keinen Sinn mehr macht. Das es „old school“ ist. Okay! Ich bin ja schließlich auch nicht mehr so taufrisch*lach.

Warum schreibe ich einen Blog?
„Ich möchte unabhängiger von Sozial – Media sein.“
Die Gründe sind ganz einfach.
Natürlich ist das auch wichtig. Das weiss ich! Sonst verkaufe ich keine Bücher. Aber zu welchem Preis? Da ich mit keinem Verlag zusammenarbeite obliegt diese ganze Arbeit mir. Und hier denke ich, dass ich einfach meine Gedanken sprudeln lassen kann. Das du bis hier gelesen hast, sagt mir, dass dich meine Gedanken interessieren. Leider kann ich dir in diesem Blog die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen, da ich mit einer Agentur zusammenarbeite. Sie kümmert sich um meine Homepage und stellt auch diese Beiträge ein.
Vor gut 1.5 Jahren habe ich mich bewußt dazu entschieden, da ich das alles zeitlich nicht mehr stemmen konnte. Und ehrlich gesagt, habe ich auch nicht das technische Geschick dafür. Es kostet mich einfach zu viel Zeit bis ich mich da reingefunden habe. (Für das Erstellen meiner ersten „One Page“ habe ich Monate gebraucht. In den letzten 4 Jahren haben sich meine Werke so vermehrt, dass diese nicht mehr ausreichend war.) Diese Zeit nutze ich lieber zum Schreiben. Da ich mein Schriftstellerleben neben einem Vollzeitjob gestalte, ist meine Zeit sehr begrenzt. Und wie du weisst, ist da auch noch meine Rasselbande. Mein Mann Nathanael, Hund Happy und die 3 Pferde Escada, Campi und Mary. Es wird nicht langweilig bei uns. Das kannst du dir denken.
Wenn es dir aber wichtig ist, mit mir in Kontakt zu treten oder du mir ein Feedback geben möchtest. Ideen oder Anregungen für mich hast, kannst du mich auf all meinen Sozial – Media Kanälen kontaktieren. Ich weiss! So Sorry! Das kostet ein paar Klicks mehr für dich. Aber ich bitte um dein Verständnis. Du kannst mir aber auch gerne eine Mail schicken an: info@marcuspaudler.de. Kein Problem. Ich danke dir für deine Zeit und ich würde mich sehr freuen, wenn du nächste Woche wieder hier bist und nochmals „Herzlich Willkommen“ zu meinem Blog.
Oder ist es doch eher eine Art Kolumne? Hmm …! Das wird die Zeit mit sich bringen.
Bis nächste Woche
Dein Marcus



